Klinische Erfahrungen an Pyramidenzelleneiterungen

  • Otto Novotny
Article
  • 11 Downloads

Zusammenfassung

Es werden Auszüge der Krankenblätter von 24 an Pyramidenzelleneiterung Erkrankten mitgeteilt. An Hand dieser Berichte läßt sich die eigentliche Spitzeneiterung von der perilabyrinthären Eiterung scheiden. Die Spitzeneiterung ist eher eine Erkrankung der Jugendlichen; sie ist vornehmlich beim gut pneumatisierten Warzenfortsatz und meist in der 3.–6. Krankheitswoche im Zustande nach Mastoidektomie bei Fortdauer der Eiterung aus dem Gehörgang zu erwarten. Die Diagnose wird an Hand der bekannten klinischen Symptome, sicherer durch das Röntgenbild gemacht. Die Therapie ist zuwartend, erst beim Auftreten von Liquorveränderungen oder anderen Symptomen, die ein Übergreifen von der Pyramide auf die Nachbarschaft anzeigen, ist die Operation vorzunehmen, die am besten nach derRamadierschen Methode gemacht wird. Die Heilungsaussichten sind gut.

Die perilabyrinthäre Eiterung ist häufiger beim Erwachsenen, eher im gehemmt pneumatisierten Warzenfortsatz und tritt meist um die 7. Krankheitswoche auf. Die mukosusartige Otitis neigt besonders zur Bildung perilabyrinthärer Herde, in ganz besonderem Maße beim Diabetiker. Die Diagnose ist klinisch bei Auftreten des retrolabyrinthären Syndroms, sonst nur durch die Röntgenuntersuchung zu machen. Die Operation ist angezeigt, sobald der Herd festgestellt ist, da die Erkrankung wesentlich gefährlicher ist als die Spitzeneiterung. Als seltene Komplikation wird vom Auftreten eines Hirnabscesses bei einem perilabyrinthären Herd berichtet.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Dorello: Ref. Zbl.Ophthalm.4 (1906).Google Scholar
  2. Freuckner: Acta oto-laryng. (Schwed.)17 (1932).Google Scholar
  3. Gradenigo: Arch. Ohrenhk.26 (1904);74 (1907).Google Scholar
  4. Habermann: Verh. dtsch. ot. Ges.1898.Google Scholar
  5. Kraus: Hals- usw. Arzt42 (1936).Google Scholar
  6. - Z. Hals- usw. Hk.33 (1936).Google Scholar
  7. Kriegmann: Hals- usw. Arzt31 (1940).Google Scholar
  8. Langenbeck: Z.Hals- usw. Hk.43 (1938).Google Scholar
  9. - Mschr. Ohrenhk. usw.73II (1939).Google Scholar
  10. Majer, E. H.: Mschr. Ohren-hk. usw.73 I (1939).Google Scholar
  11. Marx: Passow-Schaefers Beitr.31 (1934).Google Scholar
  12. Mayer, O.: Z.Hals- usw.Hk.42 (1937).Google Scholar
  13. - Arch. Ohr- usw. Hk.142 (1937);145 (1938).Google Scholar
  14. Raimer: Arch. Ohr- usw. Hk.145 (1938).Google Scholar
  15. Ramadier: Ann. Mal. oreille1933.Google Scholar
  16. Richter: Arch. Hals- usw.- Hk.148 (1940).Google Scholar
  17. Schilling: Hals- usw. Arzt24 (1938).Google Scholar
  18. Schlander: Mschr. Ohrenhk. usw.57 (1923);63 (1929).Google Scholar
  19. - Z. Hals- usw. Hk.12 (1925);46 II (1939).Google Scholar
  20. Streit: Arch. Ohrenhk.57 (1903).Google Scholar
  21. Tobeck: Pathologie und Klinik der Pyramidenzelleneiterung. Leipzig 1939.Google Scholar
  22. - Arch. Hals- usw. Hk.148 (1940).Google Scholar
  23. Unterberger: Z.Hals- usw. Hk.34 (1933);39 (1936).Google Scholar
  24. Urbantschitsch: Mschr. Ohrenhk. usw.71 II (1937).Google Scholar
  25. Voss: Zit. nachMajer.Google Scholar
  26. Worch: Hals- usw. Arzt24 (1938).Google Scholar
  27. Zange: Z. Hals- usw. Hk.42 (1937).Google Scholar

Copyright information

© Springer-Verlag 1944

Authors and Affiliations

  • Otto Novotny
    • 1
  1. 1.I. Universitätsklinik für Ohren-, Nasen- und HalskrankheitenWien

Personalised recommendations