144. Untersuchungen zur Physiologie und Pathologie der Harnsäure bei Säugethieren

  • O. Minkowski
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Literatur

  1. 1).
    Emil Fischer leitet diese Körper von einem in Form eines Doppelringes verketteten Complexe von 5 Kohlenstoff- und 4 Stickstoffatomen: ab, den er als Purinkern bezeichnet. Demnach kommt den erwähnten Basen und der Harnsäure folgende Constitution zu: Vergl. E. Fischer, Ueber die Constitution des Coffeïns, Xanthins, Hypoxanthins und verwandter Basen. Ber. d. deutsch. chem. Gesellschaft Bd. XXX, S. 549, 1897. — Synthese des Hypoxanthins, Xanthins, Adenins und Guanins, Ibid. S. 2226.Google Scholar
  2. 1).
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  3. 2).
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  7. 4).
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  8. 5).
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  10. 7).
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  11. 8).
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  14. 1).
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  15. 1).
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  16. 2).
    Jaffe u. H. Meyer, Beiträge zur Kenntniss des Stoffwechsels im Organismus der Hühner. Inaug.-Dissert. Königsberg 1877.Google Scholar
  17. 3).
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  18. 4).
    Minkowski, Ueber die Ursachen der Milchsäureausscheidung nach der Leberexstirpation. Ibid. Archiv f. experiment. Pathol. u. Pharmakol. Bd. XXXI, 1893.Google Scholar
  19. 1).
    Die Bestimmung der Harnsäure wurde im wesentlichen nach Ludwig-Salkowski durch Ausfällung mit Magnesiamischung und ammoniakalischer Silberlösung ausgeführt, doch mit der Modification, dass der Silberniederschlag in 300–400 ccm mit Essigsäure versetztem, heissem Wasser suspendirt, dann mit Schwefelwasserstoff zerlegt, heiss filtrirt und nachgewaschen und das Filtrat zur Trockene eingedampft wurde. Der Rückstand wurde dann in wenigen Cubikcentimetern verdünnter Kalilauge gelöst, durch ein möglichst kleines Filter in ein gewogenes, halbkugelförmiges Glasschälchen hineinfiltrirt, sorgfältig nachgewaschen, mit HCl übersäuert, auf dem Wasserbade erhitzt, eventuell noch etwas eingeengt und zur Krystallisation stehen gelassen. Von den ausgeschiedenen Harnsäurekrystallen wurde die Mutterlauge durch eine capillare Glaspipette vorsichtig abgesogen, die Krystalle wiederholt mit einigen Tropfen Wasser, dann mit Alkohol gewaschen, getrocknet und im Schälchen gewogen. Auf diese Weise wurde das Sammeln der Harnsäure auf dem Filter und das wiederholte Wägen der Filter vermieden und, wie Controlversuche ergaben, ausserordentlich genaue Resultate erzielt. Die abgesogene Mutterlauge wurde zur Controle noch weiter eingedampft und auf ihren Harnsäuregehalt geprüft, der stets minimal war.Google Scholar
  20. 1).
    In einer soeben erschienenen Publication (Beiträge zur Erforschung der Bedingungen der Harnsäurebildung, Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. XXV, Heft 5 und 6, S. 396, 1898) berichtet J. Weiss über Versuche mit Darreichung von Glycerin und Michsäure (Gährungsmilchsäure?) an Menschen, die ebenfalls einen Einfluss dieser Substanzen auf die Harsäureausscheidung nicht erkennen liessen.Google Scholar
  21. 1).
    Miescher, Physiologisch-chemische Untersuchungen über die Lachsmilch. Herausgegeben von Schmiedeberg. Archiv. f. experiment. Pathol. u. Pharmakol. Bd. XXXVII. 1896.Google Scholar
  22. 1).
    s. Kossel, Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. XII, S. 241.Google Scholar
  23. 1).
    s. E. Fischer, Ber. d. chem. Gesellsch. Bd. XXX, S. 2245 und 2253, 1897. Durch den Krystallwassergehalt des Sulfates unterscheidet sich nach Fischer hauptsächlich das Guanin (2-Amino-6-Oxypurin) von dem isomeren 6-Amino-2-Oxypurin. Da diese letztere nach seiner Constitution als das nächste Oxydationsproduct des Adenis (6-Aminopurins) anzusehen ist, so hält es Fischer nicht für unwahrscheinlich, dass man dasselbe auch als Product des thierischen Organismus finden könnte. Doch wäre es nach neueren Untersuchungen von Fischer (Ueber eine scheinbare intramoleculare Umlagerung der Puringruppe, Bericht d. deutsch. chem. Gesellschaft Bd. XXXI, S. 542, 1898) auch nicht unerklärlich, wenn das Adenin bei der Oxydation direct in Guanin übergeht, so dass auch das Vorkommen des Guanins neben dem Adenin auf eine Oxydation des letzteren zurückgeführt werden könnte.Google Scholar
  24. 1).
    Kossel (Ueber das Adenin. Zeitschr. f. physiol. Chem. Bd. XII, S. 241) hat nach Eingabe von 1g salzsauren Adenins aus dem Harn 0,139g der salpetersauren Base darstellen können.Google Scholar
  25. 1).
    Luethje, Ueber Bleigicht und den Einfluss der Bleiintoxication auf die Harnsäureausscheidung. Zeitschrift f. klin. Med. Bd. XXIX, S. 266, 1896. — Klemperer, Untersuchungen über Gicht und harnsaure Nierensteine. Berlin 1896. S. 80.Google Scholar
  26. 1).
    Weintraud, Ueber Harnsäure im Blute. Wiener klin. Rundschau 1896. Nr. 1.Google Scholar
  27. 2).
    Umber, Ueber den Einfluss nucleïnhaltiger Nahrung auf die Harnsäureausscheidung. Zeitschrift f. klin. Medicin Bd. XXIX, 1896. — Klemperer's Untersuchungen über Gicht u. s. w. Berlin 1896. S. 16.Google Scholar
  28. 3).
    s. Kossel, Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. VII. 1882/83.Google Scholar
  29. 4).
    Luethje, Beitrag zur Kenntniss der Alloxurkörperausscheidung. Zeitschrift f. klin. Med. Bd. XXXI. — Klemperer's Untersuchungen S. 141.Google Scholar
  30. 1).
    Schiff, Ber. d. Deutsch. chem. Gesellsch. Bd. X, S. 773, 1877.Google Scholar
  31. 1).
    Die gleiche Anzahl von Atomen von C und N im Molecül, sowie das Auftreten nach der Thymusfütterung, liessen mich anfangs an die Möglichkeit denken, dass die Substanz die ich nicht gleich mit Allantoin zu identificiren vermochte, ein directes Derivat des Adenin bildete. Ich glaubte, dass möglicherweise eine Imidopseudoharnsäure vorlag, die mit der von Traube (Bericht der Deutsch. chem Gesellsch. Bd. XXVI, S. 2558) synthetisch dargestellten vielleicht isomer wäre (s. Verhandl. d. XVI. Congresses f. innere Medicin, S. 271, Wiesbaden 1898 und Centralbl. f. klin. Med. Nr. 19, 1898). Als ich indessen später nach Fütterung von Adenin die Substanz im Harne vermisste, sie dagegen nach Hypoxanthinfütterung auftreten sah, erwies sich jene Annahme als unwahrscheinlich, und es gelang mir nun nachzuweisen, dass es sich um Allantion handelte.Google Scholar
  32. 2).
    Das Vorkommen grösserer Mengen von Allantoin im Harne von Hunden nach Thymusfütterung ist mittlerweile auch durch eine soeben erschienene Mittheilung von Theodor Cohn bestätigt Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. XXV, Heft 5 und 6, S. 507, 1898.Google Scholar
  33. 1).
    Liebig, und Wöhler, Untersuchungen über die Natur der Harnsäure. Ann. d. Chemie u. Pharm. Bd. XXVI, S. 295, 1838. — Schlieper, Ueber die Oxydation der Harnsäure vermittelst Kaliumesencyanids. Ann. d. Chemie u. Pharm. Bd. LXVII, S. 219, 1848. — Gorup-Besanez, Ueber die Einwirkung des Ozons auf organische Verbindungen. Ibid. Bd. CX, S. 94, 1859. — Gibbs, Ueber die Einwirkung der salpetrigsauren Alkalien auf Harnsäure und die Derivate derselben. Ibid. Suppl.-Bd. VII, S. 337, 1870. — Mulder, Ueber Allantoin und davon abgeleitete Körper. Ibid. Bd. CLIX, S. 349, 1871. — Seligsohn, Ueber die Einwirkung von Ozon auf Harnsäure und Oxamid. Centralbl. f. die medicin. Wissensch. S. 414 und 434, 1873. — Claus und Emde, Zur Kenntniss der Harnsäuregruppe. Ber. d. Deutsch. chem. Gesellsch. Bd. VII, S. 226, 1874.Google Scholar
  34. 2).
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  35. 3).
    Buniva et Vauquelin (Sur l'eau de l'amnios de femme et de vache. Ann. der Chimie S. 1, T. XXXIII, p. 269, 1799) nannten den von ihnen entdeckten Körper Amnionsäure.Google Scholar
  36. 4).
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  37. 5).
    Lassaigne (Nouvelles recherches sur la composition des eaux de l'allantoïde et de l'amnios de la vache. Ann. de Chim. et de Physique S. 2, T. XVII, p. 295, 1821) nannte die Substanz Allantoissäure. Erst Liebig (Poggendorff's Ann. d. Physik u. Chemie Bd. XXI, S. 34, 1831) betonte, dass es sich eigentlich nicht um eine Säure handelte, und führte den Namen Allantoin ein.Google Scholar
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  41. 1).
    Salkowski, Ber. d. Deutsch. chem. Gesellsch. Bd. IX, S. 719, 1876.Google Scholar
  42. 2).
    Salkowski, Ber. d. Deutsch. chem. Gesellsch. Bd. XI, S. 500, 1878. Bei einem Hunde, der mit Fleisch gefüttert war, fand Salkowski in der Harnmenge von 4 Tagen 0,8 g Allantoin. Bei der Untersuchung von acht anderen Hundeharnen wurde aber nur noch in einem Falle Allantoin gefunden.Google Scholar
  43. 3).
    Stadthagen, Ueber das Vorkommen von Harnsäure in verschiedenen thierischen Organen, ihr Verhalten bei der Leukämie und die Frage ihrer Entstehung aus den Stickstoffbasen. Virchow's Archiv Bd. CIX, S. 416, 1887.Google Scholar
  44. 4).
    So fand Borissow (Ueber die giftige Wirkung des Diamids, des Dibenzoyldiamids und über das Vorkommen des Allantoins im Harne, Zeitschr. f. physiol. Chemie Bd. XIX, S. 499, 1894) grosse Mengen von Allantoin (bis zu 1,2 g) im Harne eines Hundes nach Vergiftung mit Diamidsulfat. — Colasanti (Die Bildung des Allantoins im Körper. Moleschott's Untersuchungen zur Naturlehre Bd. XV, S. 189, 1895) beobachtete das Auftreten von Allantoin im Harne von Kaninchen, die künstlich nach Pasteur's Methode mit dem Virus der Tollwuth geimpft waren, und zwar nur im letzten Stadium der Krankheit, wenn die Thiere in den paralytischen Zustand verfielen.Google Scholar
  45. 1).
    Ob die Abspaltung von Oxalsäure beim Erwärmen mit Kalilauge sich vielleicht, unter geeigneten Vorsichtsmaassregeln, zu einem Verfahren für die quantitative Allantoinbestimmung verwerthen liesse, muss durch besondere Untersuchungen noch festgestellt werden. Ich habe mich einstweilen davon überzeugen können, dass in normalem menschlichen Harn, nach Ausfällung der präformirten Oxalsäure, durch Erwärmen mit Kalilauge noch ziemlich erhebliche Mengen (bis zu 0,01 Proc. und darüber) von Oxalsäure erhalten werden können. Aus welchen Substanzen diese Oxalsäure abgespalten wird, ist noch zu entscheiden. Die Menge der Oxalursäure, die vielleicht in Betracht kommen könnte, dürfte zu gering sein, um so erhebliche Oxalsäuremengen zu liefern.Google Scholar
  46. 1).
    Prout, Observations on the nature of some of the principles of the urine. Med. chir. Transact. Vol. VIII, p. 526, 1818.Google Scholar
  47. 2).
    Camerer, Beitrag zur Erforschung der stickstoffhaltigen Bestandtheile des menschlichen Urins, insbesondere der sog. Alloxurkörper. Zeitschrift f. Biolog. Bd. XXXV, S. 206, 1898.Google Scholar
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  49. 4).
    Ziegler und Hermann, citirt bei Gusserow,l. c..Google Scholar
  50. 5).
    Pouchet, Contribution à la connaissance des matières extractives de l'urine. Thèse de Paris 1880, S. 28 und 37.Google Scholar
  51. 1).
    Naunyn, Ueber die Chemie der Transsudate und des Eiters. Archiv f. Anat. u. Physiologie, S. 185, 1865.Google Scholar
  52. 2).
    Moscatelli, Beiträge über den Zucker- und Allantoingehalt im Harne und in der Ascitesflüssigkeit bei Lebercirrhose. Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. XIII, S. 202, 1889.Google Scholar
  53. 3).
    Diese Beobachtung von Salkowski habe übrigens auch ich in 2 Fällen bestätigen können: der Hund, welcher zu Versuch 7 gedient hatte, und in dessen Harn bei der gemischten Nahrung Allantoin nicht nachweisbar war, erhielt an einem Tage 5,0 g Harnsäure mit dem Futter. Aus dem Urin der nächsten beiden Tage wurden dargestellt: 0,1615 g Harnsäure und 0,763 g Allantoin. — Ein ähnliches Resultat ergab ein 2. Versuch an einem anderen Hunde, in welchem die Menge des Allantoins nicht genauer bestimmt wurde. Bei einem leukämischen Menschen hat Stadthagen (l. c. Ueber das Vorkommen von Harnsäure in verschiedenen thierischen Organen, ihr Verhalten bei der Leukämie und die Frage ihrer Entstehung aus den Stickstoffbasen. Virchow's Archiv Bd. CIX, S. 411) 1887 auch nach Eingabe von 5 g harnsaurem Natron kein Allantoin im Harne gefunden. Er betont aber die Unvollkommenheit der Methoden.Google Scholar
  54. 1).
    Nach längerem Stehen des mit Essigsäure angesäuerten Harn fand sich ein geringes Sediment, das aus oxalsaurem Kalk bestand.Google Scholar
  55. 1).
    Nach Kossel liefert die Thymusnucleïnsäure bei der Spaltung keine andere Purinbase ausser Adenin.Google Scholar
  56. 1).
    Baginsky, Ueber das Vorkommen von Xanthin, Guanin und Hypoxanthin. Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. VIII, S. 397, 1883/84.Google Scholar
  57. 2).
    Emil Fischer, Synthese des Hypoxanthins, Xanthins, Adenins und Guanins. Ber. d. Deutsch. chem. Gesellsch. Bd. XXX, S. 2226, 1897.Google Scholar
  58. 1).
    100 Theile Harnsäure entsprechen 80 Theilen Hypoxanthin, 100 Theile Allantoin 86 Theilen Hypoxanthin.Google Scholar
  59. 1).
    Irgend welche Mikroorganismen liessen sich durch Färbung mit Löfflerschem Methylenblau in den Nieren nicht nachweisen.Google Scholar
  60. 1).
    Man hat in neuerer Zeit vielfach auf die bei der Auflösung von Concretionen zurückbleibenden „Gerüste” oder „Schatten” einen besonderen Werth gelegt. Da es sich aber im Harne und in den Nieren stets nur um Krystallisationen aus unreinen Lösungen handeln kann, so ist es ja nicht anders möglich, als dass fremdartige Beimengungen von den Krystallen eingeschlossen werden, wie dieses sich ja schon allein durch die Färbung der Krystalle verräth. Dass da, wo die Krystallisation bei Gegenwart von Eiweiss erfolgt, auch Eiweissspuren in den Concretionen gefunden werden müssen, erscheint ebenfalls selbstverständlich. Wendet man Lösungsmittel an, durch welche die Einschlüsse der Krystalle nicht aufgelöst werden, so mögen diese als „Schatten” zurückbleiben. Dass aber diesen Schatten eine besondere Bedeutung bei dem Zustandekommen der Concretionen beizulegen ist, erscheint dadurch in keiner Weise bewiesen.Google Scholar
  61. 1).
    Insbesondere wäre vielleicht an directe Oxydationsproducte des Adenins, an das mit dem Guanin isomere 6-Amino-2-Oxypurin, sowie das 6-Amino-2-8-Dioxypurin (s. Emil Fischer, Berichte der Deutsch. chem. Gesellschaft Bd. XXX, S. 2245, 1897) zu denken, welche zum Xanthin (6-2-Dioxypurin), bezw. zur Harnsäure (Trioxypurin) in demselben Verhältniss stehen, wie das Adenin (6 Aminopurin) zu dem Hypoxanthin (6-Oxypurin).Google Scholar
  62. 2).
    Der gelegentliche Befund von charakteristischen Stechapfelformen in einzelnen Harnkanälchen (Fig. 4 g) lässt daran denken, dass möglicherweise das harnsaure Ammon bei dem Zustandekommen der Ablagerungen eine gewisse Rolle spielt. Es ist vielleicht sogar die Möglichkeit discutabel, ob nicht überhaupt bei allen Ablagerungen von Uraten im Organismus, also z. B. auch bei der Entstehung der Gichtherde, die Abscheidung zunächst in Form des unter bestimmten Bedingungen fast unlöslichen harnsauren Ammons erfolgt, welches sich nachträglich unter dem Einfluss der Gewebssäfte in Natriumbiurat oder freie Harnsäure umsetzen könnte. Durch eine solche Annahme könnte man vielleicht manchen Schwierigkeiten aus dem Wege gehen, die sich aus den Löslichkeitsverhältnissen der Natriumurate, in Anbetracht der geringen Concentration der Harnsäure im Blute, für die Annahme einer directen Abscheidung dieser Verbindungen ergeben.Google Scholar
  63. 1).
    Heidenhain, Versuche über den Vorgang der Harnabsonderung. Pflüger's Archiv Bd. IX, S. 23, 1874.Google Scholar
  64. 2).
    s. Ebstein, Natur und Behandlung der Gicht, S. 78. Wiesbaden 1882. — Natur und Behandlung der Harnsteine. S. 77. Wiesbaden 1884.Google Scholar
  65. 3).
    Ebstein und Nicolaier, Ueber die Ausscheidung der Harnsäure durch die Nieren. Virchow's Archiv Bd. CXLIII, S. 337, 1896.Google Scholar
  66. 1).
    Gigot-Suard (L'uricémie, Paris 1875) hat 10 Hunde 1–2 Monate lang mit 0,2–4,0 g Harnsäure pro die gefüttert Die von ihm beschriebenen Veränderungen der verschiedensten Organe, welche danach zustandegekommen sein sollen, bieten sehr wehig Charakteristisches. Doch fanden sich in einem einzigen von diesen 10 Versuchen auch Harnsäureablagerungeu in den Nieren, welche an die von uns beobachteten erinnern. Bei Kaninchen hat Neubauer (cit. bei Ebstein, Gicht. S. 77) nach Fütterung mit grossen Dosen (bis zu 12 g täglich) Harnsäure keinerlei Störungen beobachtet.Google Scholar
  67. 2).
    Durch Behandlung mit salpetriger Säure kann Adenin in Hypoxanthin übergeführt werden (Kossel, Zeitschrift f. physiol. Chemie Bd. X, S. 258, 1886. — Krüger, Ibid. Bd. XVIII, S. 444, 1893). Desgleichen durch die Einwirkung der Fäulniss (Schindler, Ibid. Bd. XIII, S. 432, 1889.)Google Scholar
  68. 1).
    Albanese, Archiv f. experiment. Pathol. u. Pharmakol. Bd. XXXV, 1894.Google Scholar
  69. 2).
    Rost, Ueber die Ausscheidung des Coffeïns und Theobromins im Harn. Ibid. Archiv f. experiment. Pathol. u Pharmakol. Bd. XXXVI, 1895. Inaug.-Dissert. Heidelberg 1895.Google Scholar
  70. 3).
    Bondzynski und Gottlieb, Ueber Methylxanthin, ein Stoffwechselproduct des Theobromins und Coffeïns.Ibid.. Bd. XXXVI, S. 45, 1895.CrossRefGoogle Scholar

Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1898

Authors and Affiliations

  • O. Minkowski
    • 1
  1. 1.Laboratorium für experimentelle Pharmakologie zu StrassburgStrassburgFrankreich

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