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Planta

, Volume 37, Issue 3, pp 413–430 | Cite as

Gebundener und freier Wuchsstoff in fleischigen Früchten

  • Franz Moewus
Article

Zusammenfassung der Ergebnisse

  1. 1.

    In der Einleitung wird ein Üeberblick über den heutigen Stand des Wuchsstoffproblems gegeben.

     
  2. 2.

    Es wird die Ausführung des Kressewurzeltestes beschrieben, die Standardkurven für Heteroauxin und Cumarin besprochen und die Methode angegeben, wie man den Wuchsstoffgehalt eines Pflanzenextraktes bestimmt.

     
  3. 3.

    Die Versuche an reifen Früchten vonRibes nigrum haben ergeben, daß nur freier Wuchsstoff vorhanden ist, da nach Pankreatinein wirkung kein größerer Wuchsstoffgehalt nachweisbar ist. Erbsenextrakt zerstört den Johannisbeerwuchsstoff.

     
  4. 4.

    Versuche an unreifen und reifen Kirschen, die zur gleichen Zeit an einem Baum geerntet worden sind, haben es erlaubt, genauere Vergleiche über den Heteroauxinhaushalt anzustellen. Unreife Früchte enthalten etwa 90% gebundenen, 10% freien Wuchsstoff, reife Früchte nur freien Wuchsstoff. Sowohl der freie als auch der gebundene, durch Pankreatin in Freiheit setzbare Wuchsstoff läßt sich durch Erbsenextrakt irreversibel zerstören, so daß geschlossen werden muß, daß der Wuchsstoff der Kirschen—soweit er durch den Kressewurzeltest nachweisbar ist — mit Heteroauxin (β-Indolylessigsäure) identisch ist. Nur unreife Früchte vermögen zugesetztes Heteroauxin in den gebundenen Zustand überzuführen, reife Früchte haben diese Fähigkeit nicht mehr.

     
  5. 5.

    Es ergibt sich demnach als Arbeitshypothese, daß in wachsenden Organen der Anteil an gebundenem, wachstumsaktivem Wuchsstoff groß ist, während in ruhenden Organen nur freier, wachstums-inaktiver Wuchsstoff vorhanden ist. Welche Rolle die Hemmstoffe spielen, muß noch geklärt werden.

     

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Copyright information

© Springer-Verlag 1949

Authors and Affiliations

  • Franz Moewus
    • 1
  1. 1.Kaiser-Wilhelm-Institut für Medizinische ForschungHeidelberg

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