Von den gegenseitigen Beziehungen der verschiedenen farblosen Blutzellen zu einander

  • A. Pappenheim
Article
  • 13 Downloads

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1).
    Klein, Centralblatt f. Innere Medicin 1899.Google Scholar
  2. 2).
    Ehrlich, farbenanalyt. Unters. S. 14, 91, Anämie I. S. 23.Google Scholar
  3. 1).
    Dass das mikroskopische Bild eines Blutpräparats dazu verleitet, auf Grund gewisser Aehnlichkeiten Beziehungen zwischen Lymphocyten und Erythrocyten anzunehmen, wird auch durch die bekannte, jetzt glücklicherweise wohl endgültig abgethane Lehre demonstrirt, nach welcher umgekehrt aus kleinen pyknotischen Normocytenkernen nach ihrer “Ausstossung” Mikrolymphocyten werden sollten. Jedenfalls ist es oft schwer zu entscheiden, ob kleine Lymphocyten oder junge Normocyten mit schmalem Zellleib vorliegen.Google Scholar
  4. 1).
    Tornier: Inaugural-Dissertation, Breslau 1890.Google Scholar
  5. 2).
    Dicke, gerade Balken, die mit breiten Füsschen senkrecht an der Kern wand ansetzen, dazwischen helle oxyphile Sectoren. Principiell den gleichen Bau zeigen die Kerne der Megalocyten, nur dass ihre Fäden zarter, chromatinärmer erscheinen und dass mehrere Etagen parallel der Kernwand verlaufender querer Sehnenfädchen vorhanden sind. (Vgl. Jünger: Deutsches Arch. f. kl. Medic. LXVII, 1900, Tafel VII, Fig. 5). In Fällen von schwerer Anaemie erscheinen die Megalacyten-Kerne oft stark verwischt, was wohl Folge von Quellung und Karyolyse infolge des hydraemisohen Serums sein dürfte. (Da auch in “freien” Erythrocyten-Kernen oft oxyphile Kernlücken vorhanden sind, muss es sich um Oxychromatin des Kernes, nicht um durchschimmerndes Cytoplasma handeln).Google Scholar
  6. 3).
    Enge oxyphile Karyolinin-Interstitien, die nicht so hell und scharf conturirt, wie bei den Erythrocyten, sondern mehr durch die Kernfarbe mit gefärbt, “getönt” erscheinen.Google Scholar
  7. 1).
    Vgl. Neumann: Dieses Archiv 1896, CXXXXIII, Seite 242, Drubin: Archir für Anatomie und Physiologie: physiologische Abtheilung, Supplementband IX, 1893, Acquisto: Molleschott's Untersuchungen, XV, 1894, Giglio-Tos: Academia reale die Torino, 1898. Siehe ferner auch Löwit: Wiener Sitzungsberichte, XCII, 1885, H. J. Müller, ibid. XCVIII, 1889, Luzet: Archivs de physiol. norm. et pathol. 1891. Deckhuyzen: Verhandlungen der anatomischen Gesellschaft, Wien 1892.Google Scholar
  8. 2).
    Ich habe jüngst Gelegenheit gehabt, Blut- und Knochenmark eines im hiesigen königsberger Thiergarten verstorbenen Kamels zu untersuchen. Im Blut, das nur biconvexe ovale Erythrocytoden führte, fiel der Mangel an Blutplättchen auf. Das Knochenmark führte typisch runde, kleine Lymphocyten neben farblosen Spindelzellen mit stäbchenförmigen Kernen. Die kernhaltigen Erythrocyten, sowohl die des megalocytischen wie normocytischen Typus waren indess durchweg rund mit runden Kernen.Google Scholar
  9. 1).
    Bonnet: Entwicklungsgeschichte der Haussäugethiere. S. a. Schwink: Morph. Jahrb. 1891; Sniechowsky: Inaug. Dissert. Dorpat 1892.Google Scholar
  10. 2).
    Vgl. Misso: Transf. des glob. ronges en leucocytes. Arch. Ital. de biol, VIII, 1887.Google Scholar
  11. 3).
    Melisseno: Anat. Anz. 1899.Google Scholar
  12. 1).
    Gar viele Megalocyten im Blut von perniciöser Anämie, besonders von etwas ovalen, erwecken oft den Eindruck Hb-führender Endothelzellen.Google Scholar
  13. 2).
    Marchand: Marburger Sitzungsberichte. August 1897, No. 6. Ders. Verh. d. deutsch. Pathol. Ges. Sept. 1898, S. 63–81.Google Scholar
  14. 1).
    Vielleicht bestätigt es sich, dass allen mononucleären Leukocyten, nicht nur den gekörnten, sowohl Contractilität wie Locomobilität zukommt. Wenn auch die lymphocytoiden Zellen chronischer productiver Entzündung als Erzeugniss der Granulation der fixen bindegewebigen Stromazellen trotz des Mangels der Mitosen bezw. der Ribbert'schen Lymphome aufgefasst werden, so lässt sich doch das Auftreten grosser mononucleärer leukocytärer Wanderzellen durch Emigration leicht erklären. Die Vermehrung der grossen Lymphocyten und Mononucleären im Malariablut dürfte doch auch nur als active chemotactische Lymphocyten erklärlich sein. Dem ist hinzuzufügen, dass man nicht nur im Tonsilleneiter bei Angira, sondern in jedem Eiter überhaupt stets eine ziemliche Menge nicht nur von kleinen, sondern auch von grossen Lymphocyten findet, wie man sich mit der Methylgrün-Pyoninfärbung überzeugen kann, und am besten alle Uebergänge zu grossen mononucleären körnchenfreien Leukocyten.Google Scholar
  15. 2).
    Vgl. Ehrlich, Anämie, Seite 46–48.Google Scholar
  16. 3).
    Vgl. über das Verhältnis der lymphoiden Parenchym-Zellen zu den bindegewebigen Reticulum- und Endothel-Zellen folgende Literatur: 1. Ueber Entstehung der Lymphdrüsen: Sertoli: Wiener Sitzungsberichte, 1866; Gulland: journ. of. pathol., 1894; Saxer: anatomische Hefte, VI, 1896; Orth: Inaugural-Dissertation, Bonn, 1879; Chiewitz: Archiv für Anatomie und Physiologie, 1880; Cornil: Thèses de Bordeaux, 1890. 1a. Ueber Regeneration der Lymphdrüsen: Grünberg: Inaugural-Dissertation, Dorpat, 1891. 2. Ueber die Entstehung der Milz: Peremeschko: Wiener Sitzungsberichte, 1867; Kupffer: Münchener medic. Wochenschrift, XXXIV; Maurer: morphologishhe Jahrbücher, XVI, 1890; Laguesse: Thèses de Paris, 1890, journal d'anat. et phys., 1890, anatomischer Anzeiger, 1891; Kraatz: Inaugural-Dissertation, Marburg, 1897; Woit: anamische Hefte, 1897. 2a. Ueber Regeneration der Milz: Eliasberg: Inaugural-Dissertation, Dorpat, 1893; Laudenbach: Dieses Arch., CXXXXI, 1885, physiologisches Centralblatt, IY, 1895, Arch. de physiol. 1895, VIII, No. 3. Ceresole: Zieglers Beiträge XVII; Krebsbach: Inaugural-Dissertation, Bonn, 1889; Tizzoni, Griffini, Foà. 3. Ueber Anlage und Entstehung des Knochenmarkes fehlen neuere Untersuchungen; es wäre doch sehr wünschenswerth, sicher zu wissen, ob die “Markzellen” Derivate primärer Wanderzellen, Abkömmlinge der Bindegewebszellen der granulirenden osteogenen Cambiumschicht des Periosts bezw. Perichondriums, oder restirende freigewordene Knorpelzellen sind. 3a. Ueber Regeneration des Knochenmarkes: Freiberg: Inaugural-Dissertation, Dorpat, 1892; Haasler: Archiv für klinische Chirurgie, L, 1895; Ehrlich: Charit. annal. XIII; Geelmuyden: Dieses Archiv, CV, 1886; Bajardi: Moleschotts Untersuchungen, XIII, 1883. 4. Ueber Entzündungen von Lymphdrüsen: Ribbert: Zieglers Beiräge, VI; Baumgarten: Zeitschrift für klinische Medicin, IX; Norrenberg: Inaugural-Dissertation, Bonn, 1888. 4a. Ueber Entzündung in der Milz: fehlt. 4b. Ueber Entzündung im Knochenmark: Timofejewsky: Centralblatt für allgemeine Pathologie, 1895; Marwedel: Zieglers Beiträge XXII; Enderlen: Deutsche Zeitschr. f. Chirurg., I, II.Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. Brosch: Dieses Archiv, CXXXXIV; siehe ferner auch Werner: Dieses Archiv, CVI; Stroebe: Zieglers Beiträge VII; Hess: Zieglers Beiträge VII (siehe ferner über Langhans'sche Zellen auch Manasse: Dieses Archiv, CXXXVI; Kostanitsch und Wulkow: arch. de med. et d'anat. pathol. 1892).Google Scholar
  18. 1).
    Vgl. Westphal in Ehrlich's Farben-analytischen Untersuchungen, S. 30 u. 35, sowie Ehrlich ibidem Farben-analytischen Untersuchungen, S. 4. — Siehe ferner über Plasmazellen auch Justi: Dies. Arch. CL., 1897; Marschalko: Archiv für Dermatologie und Syphilis, XXX, 1895; Hodara: anales de dermatol. VI, 10; Krompecher: Zieglers Beiträge, XXIV, 1898; Joannovics: Zeitschr. f. Heilk., XX, 1899; Herbert: Sitzungsbericht des ärztl. Vereins Hamburg 4. Juli 1899, cit. nach Münch. Med. Wochenschr. 1899, S. 1579.Google Scholar
  19. 2).
    Siawcillo: Annales de l'institut Pasteur IX. 5. 1896.Google Scholar
  20. 3).
    Ehrlich: Farben-analyt. Unters., S. 13, 17, 20, 35. Wir haben dagegen bei höheren Thieren eosinophile Zellen am zahlreichsten im Knochenmark (besonders bei Winterfröschen und nach Blut-Entziehungen), dann in der Milz (Vögel) und Lymphdrüsen (Lymphosarcom), relativ am spärlichsten im fixen Bindegewebe. Im Gegensatz dazu sind die Gewebe der Frühlingsfrösche sehr reich an Mastzellen, deren Haupt-Bildungsstätte sonst die Milz sein soll. Ehrlich farben-analyt. Unters., S. 12, 39 u. 35.Google Scholar
  21. 1).
    Vgl. Ehrlich: Anämie, S. 111, 112.Google Scholar
  22. 2).
    Erwähnt muss werden, dass die von Marschalko a. a. O., Krompecher und Justi a. a. O.: Dies. Arch. CL., 1897 beschriebenen und abgebildeten bindegewebigen, Endothelzellen oft sehr ähnlichen, endothelioiden Plasmazellen Unnas Kerne führen, die nicht die unregelmässige Structur der Lymphocytenkerne aufweisen, sondern doch schon eine höhere Differenzirung, oder doch wenigstens die Tendenz zu einer solchen erkennen lassen; sie gleichen ganz auffallend den excentrisch gelagerten, kleineren, oft schon etwa pyknotischen regelmässig structurirten Radkernen der aus Lymphocyten doch erst herausgebildeten Erythrocyten. Die lymphoiden Plasmazellen verhalten sich morphologisch etwa wie Hb-freie ältere Erythrocyten, oder: ältere Erythrocyten gleichen völlig in ihrem Habitus (dem oben geschilderten der Grossen mononucleären Leukocyten) den Plasma-Zellen, nur dass sie Hb führen. Eine Entstehung von Erythrocyten im Bindegewebe aus histiogenen Plasmazellen kommt wohl nicht vor. Hb wird nur in den hämapoetischen Organen aus bestimmten Parenchymzellen gebildet. Im Bindegewebe wird nur eine Art von abortiven Hb in Form eosinophiler Granulationen (aus Plasma-Zellen?) producirt. (Wie die eosinophile Substanz dem Hb, so scheint die Mastzellen-Körnung dem Amyloid nahe zu stehen.] Die Kerne der Grossen Mononucleären sind ausserdem auch wohl chromatinarm, matt färbbar, amblychromatisch, während die der Plasmazellen, ähnlich dem der kleinen Lymphocyten dunkel und trachychromatisch erscheinen. Indessen stammen die von den genannten Autoren beschriebenen und gezeichneten Zellen aus Schnittpräparaten, während ich meine Lymphocyten und Erythrocyten hauptsächlich an Deckglas-Präparaten studirte, obwohl neuere Autoren, wie Masslow (Archiv f. mikr. Anat. X. I. 1891) und Maximow (Arch. f. Anat. und Physiol. Anat. Abth. 1898) im Stande waren, meine Kernräder auch in Schnitten nachzuweisen. Vergl. auch die Abbildungen zu den Schnittpräparaten in meiner Doctor-Arbeit. Berlin 1895.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1900

Authors and Affiliations

  • A. Pappenheim
    • 1
  1. 1.Königsberg i. Pr.

Personalised recommendations