Advertisement

Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 127, Issue 4, pp 735–761 | Cite as

Zur Kenntnis der Pathogenese der Trichophytide (skarlatiniforme, lichenoide und nodöse Exantheme)

  • Ernst Sutter
Article

Zusammenfassung

In einem sehr hochgradigen Fall von lichenoidem Trichophytid bei Kerion Celsi gelang es, in einer Lymphdrüse (kulturell und mikroskopisch) und in den Effloreszenzen kulturell den Erreger (Trichophyton granulosum) nachzuweisen.

In diesem Falle waren Gelenkschwellungen, Erythema nodosum-ähnliche Knoten und, wie auch in 2 anderen Fällen, Enantheme im Munde vorhanden.

Das unter hohem Fieber einsetzende Exanthem kann im Beginn einer Skarlatina sehr ähnlich sehen, geht dann aber bald in die bekannten Formen der lichenoiden, psoriasiformen etc. Trichophytide über.

Die von Pedersen nachgewiesene stärkere Allergie in der Umgebung der Trichophytieherde konnte bestätigt, durch Inokulation lebender Pilze konnte gezeigt werden, daß in diesen stärker allergischen Partien eine Frühreaktion mit Übergang in pilzfreie lichenoide Herde, in den schwächer allergischen Gegenden ohne Frühreaktion eine abgesch wächte Trichophytie mit nachweisbaren Pilzen zustande kommt.

Die lichenoiden Trichophytiden kommen entwederbei allgemeiner Ausbreitung, fieberhaftem Verlauf usw.-höchstwahrscheinlich hämatogen oder-in den lokalisierten Formen-auch lymphogen oder ektogen zustande.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bloch, B. Die allgemein-pathologische Bedeutung der Dermatomykosen (Jadassohns Sammlung zwangloser Abhandlungen aus dem Gebiete der Dermatologie).Google Scholar
  2. Derselbe. Bloch, B. Korrespondenzbl. f. Schweizer Ärzte. 1912. 1.Google Scholar
  3. Derselbe. Bloch, B. Arch. f. Derm. u. Syph. Bd. XCIII. 1908.Google Scholar
  4. Dalla Farrera. Sur les trichophytons de la provence de Parme. (Annales de derm. 1909.)Google Scholar
  5. Du Bois. Quelques localisations rares de Teignes sur la peau glabre. (Korrespondenzbl. f. Schweizer Ärzte. 1917 39.)Google Scholar
  6. Fischer, W. Der Einfluß des Krieges auf die Dermatomykosen. (Deutsche med. Wochenschrift. 1917. Nr. 30.)Google Scholar
  7. Guth. Über lichenoide Trichophytie. (Arch. f Derm. u. Syph. 1913.)Google Scholar
  8. Jadassohn. Autoreferat. Korrespondenzbl. für Schweizer Ärzte. 1912.Google Scholar
  9. Derselbe. Jadassohn. Über infektiöse und toxische hämatogene Dermatosen. (Berliner klin. Wochenschr. 1904.)Google Scholar
  10. Pecus. Une épidemie de trichophytie équine. Revue gěn. de méd. vétérin. 1909. Nr. 154. (Zit. nach Sabouraud, Les Seignes. p. 359.)Google Scholar
  11. Pedersen. Ein Beitrag zum Stadium der Pathogenese der sekundären Trichophytide. (Dermatologische Zeitschr. Bd. XXIV.)Google Scholar
  12. Philippsohn. Embolie und Metastase. (Arch. f. Derm. u. Syph. Bd. LI.)Google Scholar
  13. Rasch, C. Sedondary lichenoid Trichophytide in association with Kerion Celsi (Lichen spinulosus trichophyticus). (British Journal of Derm. 1916. Nr. 1-3. p. 9.)Google Scholar
  14. Sabouraud. Les Teignes. 1910.Google Scholar
  15. Saeves. Experimentelle Beiträge zur Dermatomykosenlehre. (Arch. f. Dermatol. u. Syphilis. Bd. CXXIII.)Google Scholar
  16. Sutter. Beiträge zur Lehre von der Immunität und Überempfindlichkeit der Trichophytieerkrankung. (Dermatol. Zeitschrift Bd. XXIV.)Google Scholar
  17. Derselbe. Sutter Über Gonokokken-Allgemeininfektion. (Zeitschrift f. klin. Medizin. Bd. LXXXVI. H. 1 u. 2.)Google Scholar

Copyright information

© Wilhelm Braumüller 1920

Authors and Affiliations

  • Ernst Sutter
    • 1
  1. 1.Dermatologischen Universitätsklinik zu BreslauBreslauPolen

Personalised recommendations