Zur Frage von der angebornen Rachitis

  • Th. Tschistowitsch
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Literatur

  1. 1.
    Fall 88. Nicht ausgetragenes Mädchen mit schwach ausgebildetem Skelet. Die Schädelknochen sind längs den Nähten etwas erweicht; in dem Brustbein ist kein einziger Ossificationskern vorhanden. Die rosenkranzförmigen Anschwellungen sind unbedeuteud. Die Schicht des wuchernden Knorpels ist durch Einschnürungen des Perichondriums abgetrennt (Knickungswinkel); sie ist verdickt. Der Axentheil des wuchernden Knorpels ist sehr arm an Zellen und bietet eine fast ununterbrochene Grundsubstanz mit hie und da zerstreut liegenden hypertrophischen Zellen dar. Verkalkung ist in der Knorpelschicht fast gar nicht vorhanden, sie beginnt erst in der Gegend der Granulationsschicht. Die Ossificationslinie ist nicht ganz gerade; die unberührt gebliebenen Längsknorpelbalken und dem entsprechend auch die jungen Knochenbalken sind sehr unregelmässig gelegen; oft trifft man eine directe “Ossification” der Kapseln (Globuli ossei) an; die Knochenbalken entwickeln sich langsam und sind undicht. Periostealer Knochen existirt nur an der Aussenseite; das Knochenmark ist zellarm, faserig mit wenig Gefässen und Myeloplaxen.Google Scholar
  2. 2.
    Fall 89. Nicht ganz ausgetragenes Mädchen mit vergrösserter Leber, rosenkranzförmigen Rippenanschwellungen, normalen Schädelknochen und 4 Ossificationskernen im Sternum. Die Mutter leidet an chronischem Darmkatarrh. Der Rippenknorpel ist von grossen, mit einander, dem Periost und dem Knochenmark in Verbindung stehenden Hohlräumen durchzogen, welche hyperämische Gefässe, Bindegewebe und Theile von osteoidem und wahrem Knochengewebe enthalten, welches letztere stellenweise direct in Knorpelgewebe übergeht und sich nach unten hin in das Gebiet des enchondralen Knochens hinzieht. Die Verkalkung um die Hohlräume herum reicht höher, ist netzartig, ziemlich reichlich; der Knorpel dringt zu den Seiten der gefässhaltigen Räume tief in die Granulationsschicht ein, wodurch er eine erhebliche Unebenheit der Ossificationslinie bedingt. Stellenweise ist eine deutliche Metaplasie des Knorpels in Knochen zu bemerken; die Balken des hypertrophischen Knorpels werden in eine dem Knochen vollständig ähnliche Substanz verwandelt, und die Zellen bleiben in Gestalt von Knochenkörperchen zurück, während der Uebergang vom Knorpel zum Knochen allmählich vor sich geht und eine derartige Knochenpartie von allen Seiten von wahrem Knorpel umgeben ist. Die Knochenbalken entwickeln sich langsamer, als in normalem Zustande, und sind nicht streng in der Axenrichtung gelegen; hie und da sind Globuli ossei zu sehen. Das Knochenmark ist blut- und zellreich. Der periosteale Knochen ist gut entwickelt.Google Scholar
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    Ueber die sogenannte fötale Rachitis. Ziegler's Beiträge. Bd. 5.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1897

Authors and Affiliations

  • Th. Tschistowitsch
    • 1
  1. 1.Pathologisch-anatomischen Laboratorium des Herrn Prof. K. N. Winogradoff an der Militär-Medicinischen Akademie zu St. PetersburgSt. PetersburgRußland

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