Experimentelle Untersuchungen über die Pharmakologie des Salyrgans

III. Mitteilung: Untersuchungen über die Quecksilberausscheidung nach Verabfolgung von Salyrgan an Menschen
  • Knud O. Möller
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Nach intravenöser Injektion von Salyrgan bei normalen Menschen wird das injizierte Hg außerordentlich schnell durch die Nieren ausgeschieden. In der ersten Stunde nach der Injektion werden etwa 40% ausgeschieden, und in den ersten 24 Stunden nach der Injektion werden etwa 70% der injizierten Menge ausgeschieden. Mit den Fäzes werden in den ersten paar Tagen im ganzen etwa 5–6% der injizierten Menge ausgeschieden.

     
  2. 2.

    Die Hg-Konzentration im Urin ist in der ersten Stunde nach der Injektion sehr hoch — bis etwa 70 mg% Hg.

     
  3. 3.

    Bei normalen Menschen wird die durch 24 Stunden entleerte Harnmenge von Salyrgan nur wenig gesteigert. Grenzt man die Diurese dagegen in ganz kurze Beobachtungsperioden ab, kann eine Diuresesteigerung bis zum 30 fachen der Normaldiurese festgestellt werden. Die Diuresesteigerung beginnt etwa 3/4 Stunde nach der Injektion und erreicht ihr Maximum etwa 1 1/2–1 3/4 Stunden nach der Injektion.

     
  4. 4.

    Die Hg-Ausscheidung erreicht ihr Maximum etwa 3/4 Stunden nach der Injektion, zu einer Zeit, wo die Diurese nur ganz wenig vermehrt ist.

     
  5. 5.

    Bei Patienten mit Hydropsien verläuft die Hg-Ausscheidung protrahierter als bei normalen Menschen; die Hg-Ausscheidung verläuft jedoch auch bei diesen Patienten sehr rasch.

     
  6. 6.

    Die Versuche deuten darauf, daß der größte Teil des Salyrgans in ungespaltenem oder nur wenig geändertem Zustand ausgeschieden wird.

     

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Copyright information

© Verlag von F.C.W. Vogel 1930

Authors and Affiliations

  • Knud O. Möller
    • 1
    • 2
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität KopenhagenKopenhagenDanemark
  2. 2.der III. (inneren) Abteilung des Kommunehospitals in KopenhagenKopenhagenDanemark

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