Journal für Ornithologie

, Volume 90, Issue 3–4, pp 303–310 | Cite as

Georg lembcke

  • Otto-Hermann Held
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Literatur

  1. 1).
    Die Angaben im biographischen Teil sind nach dsbzl. Forschungen im Geheimen und Haupt-Archiv zu Schwerin Meckl. wiedergegeben worden. Weiter wurde benutzt:J. C. Koppe, Nekrolog aufGeorg Lembcke. In: Freimütiges Abendblatt vom 28. März 1823.Google Scholar
  2. 2).
    Adolf Christian Siemssen: geb. Alt-Strelitz 2. V. 1768 und gest. Rostock 17. VI. 1833 als Privatdozent der Naturwissenschaften an der Universität zu Rostock. M. s. Freimütiges Abendblatt vom 30. August 1833.Google Scholar
  3. 3).
    Georg Gustav Detharding: geb. Rostock 22. VI. 1765 und gest. 3. II. 1838 als Arzt daselbst. Aus einer alten Gelehrtenfamilie stammend beschäftigte er sich viel mit botanischen und zoologischen Studien.Google Scholar
  4. 4).
    Beiträge zur vaterländischen Thierkunde: Vögel. In: Magazin für die Naturkunde und Oekonomie Mecklenburgs: II. Schwerin und Leipzig, 1795. S. 317–321.Google Scholar
  5. 5).
    Heinrich Friedrich Link: geb. Hildesheim 2. II. 1767, war vom 1791–1811 „ordentlicher Professor der Naturgeschichte, Chemie und Botanik“ in Rostock, von wo er als ordentlicher Professor der Botanik nach Breslau ging. Ab 1815 wirkte er in derselben Stellung an der Universität zu Berlin, wo er am 1. Januar 1851 verstarb.Google Scholar
  6. 1).
    Zum grössten Teil vonGeorg Lembcke herstammend, wie wir weiter unten sehen werden.Google Scholar
  7. 2).
    Im Kupferdruck vonJohann Conrad Susemihl, seinem BruderJohann Theodor (bis 1805) und seinen KindernEduard undEmilie. M. s.Claus Nissen, Schöne Vogelbücher: Ein Ueberblick der ornithologischen Illustration nebst Bibliographie. Wien—Leipzig—Zürich, 1936. S. 15, 16 und 49. — Ueber diese Tafeln sagtNissen, dass sie „in Stich und Kolorit zu den Spitzenleistungen des späten Kupferstichs gehören“ (l. c. S. 16). — Die FirmaGustav Fock in Leipzig schreibt in ihrem Antiquariatskatalog N: 711 (Leipzig, 1937) S. 143: „Die vonSusemihl gestochenen Tafeln sind ganz prächtig coloriert und gar nicht zu vergleichen mit den der häufiger vorkommenden 2. Auflage“.Google Scholar
  8. 1).
    Erste Angabe in der ornithologischen Literatur vom Vorkommen des Eis-Seetauchers (Colymbus i. immer) in Mecklenburg. Der betreffende Vogel muss, daSiemssen ihn in seinem Handbuche aus dem Jahre 1794 an der mecklenburgischen Ostseeküste im Winter nur vermutete und ihn in seinem dsbzl. Nachtrag aus dem Jahre 1795 nicht erwähnte, also zwischen 1795–1800 in Mecklenburg erlegt worden sein.Google Scholar
  9. 2).
    Lembcke schreibt l. c. von den Brandgänsen: „wohnen am hohen Gestade der Ostsee, hauptsächlich an den Küsten der Insel Pöl, in ziemlicher Menge“. (Auf der Insel Pöl und der nordöstlich gegenüber liegenden Küste des Festlandes haben die Brandgänse sich auch bis zum heutigen Tage als Brutvögel gehalten. Verfasser, der sie wiederholt in den letzten 4 Jahrzehnten daselbst beobachtete, konnte dort rund 30 Paare — manchmal mehr, manchmal weniger — feststellen. M. s. auch Dr.R. Kuhk, Die Vögel Mecklenburgs. Güstrow, 1939, S. 196).Google Scholar
  10. 3).
    Es heisst l. c. vom Säbelschnäbler: „Von der Ostseeküste erhieltGeorg Lembcke Männchen und Weibchen, von welch' ersterem die Abbildung genommen wird, zur Heckzeit im Sommer, daher es wahrscheinlich ist, dass diese Vögel auch daselbst brüten“. (Der Säbelschnäbler ist an der mecklenburgischen Ostseeküste ein seltener und unregelmässiger Brutvogel. M. s. Dr.R. Kuhk, Die Vögel Mecklenburgs. Güstrow, 1939, S. 252. Verfasser konnte ihn nur einmal — im Jahre 1903 — als Brutvogel in der Nähe des Nordstrandes der Insel Pöl feststellen.)Google Scholar
  11. 4).
    Lembcke weist hier auf die Mischpaare von Nebelkrähen und Rabenkrähen hin und schreibt weiter: „In manchen Gengenden des nördlichen Deutschlands z. B. im Mecklenburgischen ist es sogar ein seltener Fall, wenn von den dort sehr häufig lebenden Nebelkrähen ein reines Paar dieser Vögel zur Brut sich begattet“. (Hierzu ist zu sagen. dassGeorg Lembcke in Schwerin im westlichen Mecklenburg, also im Mischgebiet der beiden Krähenrassen, wohnte. Er verallgemeinerte also irrtümlicher Weise die Krähen-Mischlinge auf ganz Mecklenburg. Hinsichtlich der Verbreitung dieser beiden Krähenrassen in Mecklenburg, s. m.W. Meise, Die Verbreitung der Aaskrähe: FormenkreisCorvus corone. In: Journal für Ornithologie 1928. S. 1–203, namentlich die hier in Betracht kommenden Seiten 33–35 und 160–162, fernerR. Kuhk, Die Vögel Mecklenburgs. Güstrow, 1939, S. 29 u. 30).Google Scholar
  12. 5).
    Georg Lembcke weist hier auf Grund eigener Untersuchungen auf die Vogelfedern im Magen der Steissfüsse hin und schreibt, „dass der Vogel die Federn selbst sich ausrupft und höchstwahrscheinlich, um dass Verdauungsgeschäft besonders nach einer starken Mahlzeit zu befördern oder die Fischgräten zum Wiederausspeien einzuhüllen, verschluckt“. (Hinsichtlich des Zweckes der Federn im Magen der Steissfüsse (Podiceps-Arten) schreibt Professor Dr.E. Stresemann im Handbuch der Zoologie VII 2: Aves. Berlin und Leipzig, 1927–1934, S. 161: „BeiPodiceps erfolgt durch regelmässiges Verschlucken von Federn, die sich der Vogel selbst ausrupft oder die er auf den Wasser aufliest und die dann zu einem Propf zusammengepresst werden, eine besondere Abdichtung der Pylorusabteilung, solange noch unverdaute Nahrungsreste im Magen verweilen; anscheinend wird dieser Propf allmählich verdaut“.)Google Scholar
  13. 1).
    In diesem Heft der Teutschen Ornithologie aus dem Jahre 1809 teiltLembcke vom Seeadler u. a. mit, dass er „im Mecklenburgischen nicht selten vorkommt“.Google Scholar
  14. 2).
    Gest. im Jahre 1828 nach einer Angabe im Archiv des Vereins der Freunde Naturgeschichte in Mecklenburg 10 — 1856 — S. 110. — Nach derselben Literaturquelle sind also für dieLembcke'sche Vogelsammlung im Ganzen 3600 Taler gezahlt worden.Google Scholar
  15. 3).
    Nach:M. Braun, Zoologie, vergleichende Anatomie und die entsprechenden Sammlungen bei den Universitäten Bützow und Rostock seit 1775. Rostock, 1891, S. 15.Google Scholar
  16. 1).
    M. s. Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg 56 — 1902 — S. 62 u. 63.Google Scholar
  17. 2).
    Sievert Steenbock: geb. Flensburg 7. V. 1822 und gest. Rostock 8. III. 1904 als Kunstmaler bzw. Vogelmaler.Google Scholar
  18. 4).
    Im Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg 56 — 1902 — S. 63 ist versehentlich der zweite Stock angegeben worden.Google Scholar
  19. 5).
    Otto le Roi: geb. Zweibrücken (Rheinpfalz) 28. XI. 1878 und gefallen im 1. Weltkriege am 11. X. 1916 bei Srybenie am Schermos-Flusse in Rumänien. Er war Kustos am Zoologischen Museum des Prof. Dr.Alexander Koenig in Bonn.Google Scholar
  20. 1).
    Wissenschaftliche Namen und Schreibweise in dieser und den nächsten vier Reihen oben nach:Link, Beschreibung der Naturalien-Sammlung der Universität zu Rostock: Erste Abteilung. Rostock, 1806.Google Scholar
  21. 2).
    Dieser Alpensegler stammt, daSiemssen ihn weder in seinem Handbuch aus dem Jahre 1794 noch in seinem dsbzl. Nachtrag aus dem Jahre 1795 erwähnt, also aus den Jahren 1795–1804.Google Scholar
  22. 3).
    Zeit und Ort der Erlegung dieseTetrao u. urogallus lassen sich leider nicht mehr feststellen. Man erfährt nur durchLink's Beschreibung (Rostock, 1806) S. 37: „Jetzt selten in Mecklenburg. HofrathLembcke stellt dieses Exemplar unter die Mecklenburgischen auf“. Weiter sind keine dsbzl. Anhaltspunkte vorhanden. Verfasser möchte nur vermuten, dass der betr. Auerhahn einerseits aus dem dritten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts, andererseits aus der Lewitz — also aus der weiteren Umgegend von Schwerin — stammt. Einerseits wirdLembcke schon in seinen jüngeren Lebensjahren mit seiner Vogelsammlung begonnen haben, andererseits werden sich einige Auerhühner in der auch grosse Kieferholzungen enthaltenden Lewitz, deren Natur seiner Zeit ursprünglicher, also als Biotop für das Auerhuhn geeigneter war, noch längere Zeit gehalten haben. M. s. auchSiemssen, Handbuch zur systematischen Kenntniss der mecklenburgischen Landund Wasservögel. Rostock und Leipzig, 1794, S. 47. (Von einem anscheinenden, etwa 100 Jahre später stattfindenden Vorkommen des Auerhuhns im nordöstlichen Mecklenburg schrieb Verfasser im Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichte in Mecklenburg: 56 – 1902 – S. 74 u. 75. Dass dieses möglich war, zeigt nachstehende Literaturquelle:Holland, Die Wirbeltiere Pommerns. Stolp, 1871, S. 73: „Auerhähne werden nur noch seltenin Vorpommern gefunden, in Hinterpommern jedoch brüten sie noch alljährlich in manchen Forsten, so bei Bütow, bei Cöslin, in der Lupower Forst“. Eins dieser Auerhühner aus Hinter-Pommern konnte sich seiner Zeit ins benachbarte östliche Mecklenburg verflogen haben.)Google Scholar
  23. 1).
    M. s. Verhandlungen der Deutschen Zoologischen Gesellschaft: 1907, S. 13.Google Scholar

Copyright information

© Friedländer & Sohn 1942

Authors and Affiliations

  • Otto-Hermann Held

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