Advertisement

Planta

, Volume 2, Issue 4–5, pp 530–536 | Cite as

Beobachtungen an Spaltöffnungen

  • K. Linsbauer
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Der Protoplast der Schließzellen ist im geöffneten Zustand der Stomata wesentlich resistenter gegen Gifte (Rongalit), als im geschlossenen. Der Grund hierfür liegt wohl in einer mit der Spaltöffnungsbewegung verknüpften reversiblen Veränderung des Plasmakolloids.

     
  2. 2.

    Die Schließzellen offener und geschlossener Stomata vonChrysanthemum maximumHort. verhalten sich gegenüber AgNO3 verschieden; nur die ersteren liefern einen sich im Lichte schwärzenden Niederschlag. Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, daß er durch organische Säuren veranlaßt sein könnte.

     
  3. 3.

    Diese und andere bereits bekannte Tatsachen machen es wahrscheinlich, daß die bei der Öffnungsbewegung der Stomata vor sich gehenden Stoffwechselprozesse nicht bei allen Pflanzen genau nach gleichem Schema ablaufen.

     
  4. 4.

    Bei der vegleichenden Untersuchung offener und geschlossener Stomata hat man sich, um Fehlschlüsse zu vermeiden, von der Unversehrtheit der Schließzellen zu überzeugen. Als geeignetste Methode empfiehlt sich die Prüfung des vonMolisch festgestellten Reduktionsvermögens der Chloroplasten in den Schließzellen.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Buscalioni, L. u.Rocella, G.: Malpighia31. 1925.Google Scholar
  2. Hagen, Fr.: Beitr. z. allg. Botanik1. 1916.Google Scholar
  3. Ilijn, W. S.: Beih. z. botan. Zentralbl.32 (I) 1914.Google Scholar
  4. Keller, R.: Die Elektrizität in der Zelle. Wien u. Leipzig: Braumüller 1918 (2. Aufl., Mährisch-Ostrau 1925).Google Scholar
  5. Kisselew, N.: Beih. z. botan. Zentralbl.41 (I). 1925.Google Scholar
  6. Leitgeb, H.: Mitt. a. d. botan. Inst. Graz1. 1886.Google Scholar
  7. Linsbauer, K.: Flora. N. F.9. 1916.Google Scholar
  8. Lloyd, F. E.: Carnegie inst. of Washington Nr. 82. 1908.Google Scholar
  9. Ders.: Flora. N. F.18/19. 1925.Google Scholar
  10. MacCallum: Arch. néerland. de physiol. de l'homme et des animaux7. 1922.Google Scholar
  11. Ders.: Ergebnisse der Physiologie. Wiesbaden 1911.Google Scholar
  12. Molisch, H.: Ber. d. dtsch. botan. Ges.36. 1918 (a).Google Scholar
  13. Ders.Molisch, H. Sitzungsber. d. Akad. Wien, Mathem.-naturw. Kl. I,127. 1918 (b).Google Scholar
  14. Ders.: Mikrochemie der Pflanze. 3. Aufl. Jena: Fischer 1923.Google Scholar
  15. Sayre, J. D.: Science57. 1923 (zit. nach Botan. Zentralbl. N.F.2, 386. 1923).Google Scholar
  16. Schneider, H.: Zeitschr. f. wiss. Mikroskopie31. 1914.Google Scholar
  17. Weber, F.: Planta1. 1926.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • K. Linsbauer
    • 1
  1. 1.pflanzenphysiologischen Institut der Universität GrazGrazÖsterreich

Personalised recommendations