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Journal für Ornithologie

, Volume 73, Issue 1, pp 46–76 | Cite as

Die Vögel in der Heilkunde der alten Kulturvölker

  • Walther Arndt
Abhandlungen [Und Vorträge]

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Literatur

  1. 1).
    Carter How., An Ostracon depicting a red jungle-fowl. The earliest known drawing of the domestic fowl. Journ. Egypt. Archaeology Bd. 9, 1–4, 1923.Google Scholar
  2. 1).
    Joachims (S. 159) per-baībaīt erklärt sich nach Auskunft von Herrn Dr. Grapow als Haus des baībaīt. — Bei dem atchennet Vogel Joachims (S. 150), dessen Flügel zerstofsen werden sollen, dürfte es sich nach Dr. Grapow um ein Insekt handeln.Google Scholar
  3. 2).
    Auf jenen Glauben der Aegypter zielt Ciceros bissige Bemerkung in Bezug auf die Kunst der Aerzte: „Quid ea quae nuper, id est paucis ante saeculis, medicorum ingeniis reperta sunt? Vomitione canes; purgante autem alvos ibes Aegyptiae curant.“ Cicer. oper. II S. 771.Google Scholar
  4. 2).
    Von weiteren assyrisch-babylonischen Omenvögeln erwähnt Hunger (1909) Rabe, Adler, Taube, Schwalbe, Huhn, sowie arabanu, issur, šadî und den neuerdings von Dr. Ehelolf (1924) alsAlectoris erkannten “Höhlenvogel“.Google Scholar
  5. 1).
    Magisches Verbrennen von Hühnereingeweiden und Cedernöl zur Bekämpfung von Krankheiten spielt auch in den von Campbell Thompson (1923) mitgeteilten, assyrischen medizinischen Texten eine Rolle.Google Scholar
  6. 1).
    Als Vorbeugungsmittel gegen Krankheiten gebrauchten die Iranier nach Fichtner (1924 S. 33) ein Feder- und Vogelknochen-Amulett. Vogelknochen — allerdings ohne Angabe der pharmakologischen Wirkung — werden von Fichtner auch sonst erwähnt (S. 36).Google Scholar
  7. 1).
    Der „Weinbergvogel“ — Sippōret Kěrāmīm — (Berendes: 1915. S. 137), desseu Genuss eine günstige Wirkung auf den Intellekt zugeschrieben wurde, ist nach Untersuchungen von Dr. Löw eine Heuschreckenart (briefl. Mitt.).Google Scholar
  8. 2).
    Immerhin sei mit Wilke (1923, S. 105) hingewiesen auf das schon in mykenischer Darstellung zu beobachtende Auftreten der Taube als Begleiterin der Fruchtbarkeitsgöttin. In Kreta erscheint dieser später im östlichen Mittelmeergebiet als Symbol der Liebes- und Fruchtbarkeitsgöttin so beliebte Vogel in Vasenform in der 1. mittelminoischen Periode (Wilke l. c.).Google Scholar
  9. 3).
    Offenbar ein Straufsenei war nach Keller (1913, S. 169) das Ei der Leda, das in einem Tempel Spartas gezeigt wurde, und aus dem nach dem Mythos Helena und die Dioskuren hervorgegangen sein sollen.Google Scholar
  10. 4).
    Im Heiligtum auf Kos liefen Gänse frei herum und „halfen gelegentlich heilend mit“ (von Hovorka: 1915. S. 145).Google Scholar
  11. 1).
    Aeltere Deutungen des antiken χαϱ;αδϱιός teilt von Hovorka (1915. S. 136) mit, so die J. Grimms: Kalanderlerche und Gesners (auch von Eder [1890. S. 142] angenommen): Triel.Google Scholar
  12. 1).
    Aristoteles als Gewährsmann finden wir bei Ibn al-Beitar auch für die zusammenziehende Wirkung des Fleisches vonColumba palumbus (l. c. II. S. 99).Google Scholar
  13. 3).
    Hopf (1888. S. 18) nennt unter den römischen Auguralvögeln als „alites“, d. h. die Vögel, die durch Art und Höhe ihres Fluges und den Ort ihres Sitzens von Bedeutung waren,vultur, buteo, aquila, sangualis (nach Hopf: Bartgeier),immussulus (nach Hopf: Bartgeier),immussulus (nach Hopf: Zwergadler); als „oscines“, bei denen die Lautäufserungen das Entscheidende waren,corvus, cornix, noctua (Steinkauz),picus; zu beiden gehörigparra (nach Hopf: Ziegenmelker),picus Martius undpicus Feronius In jedem Fall als unheilverkündend galten nach ihm:milvus, spinturnix subis, incendioria avis, clivia avis. Bei Keller (1913) finden wir ferner Uhu, Elster, Kiebitz, Taube und Haushuhn unter den Prodigienvögeln.Google Scholar
  14. 1).
    Mir nur durch Gesner (1585) und Aldrovandi (1645–46) zugänglich.Google Scholar
  15. 1).
    alsaccipiter wird neben dem Sperber in der römischen Literatur vielfach auch der Hühnerhabicht bezeichnet (s. Keller 1913. S. 19). Sextus'accipiter Rezept (Fleisch in Lilienöl aus Susa gekocht gegen Star) wird daher von Hovorka (1915) auf den Habicht bezogen.Google Scholar
  16. 1).
    Ebenso die antiasthmatische Wirkung des Storchenkots (XII, 1826, 305).Google Scholar
  17. 1).
    Der Fuchsgans kommt nach Aretaeus auch eine Heilwirkung bei Gesichtselefantiasis zu (Aldrovandi II, S. 161).Google Scholar
  18. 1).
    Ein Mittel, das übrigens noch Ende des 17. Jahrhunderts ganz ernstlich empfohlen wurde, so von Mercklein in seinem Historisch-Medizinischen Thierbuch (Nürnberg 1696).Google Scholar

Copyright information

© R. Friedländer & Sohn 1925

Authors and Affiliations

  • Walther Arndt
    • 1
  1. 1.Berlin

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