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Knochenmetastasen bei Transplantationstumoren

  • Werner Schopper
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Zusammenfassung

Typische Knochenmetastasen lassen sich im Experiment vereinzelt nach Hodenimplantation und in großer Zahl nach intravenöser Tumorbreiinjektion vomBrown-Pearce-Kaninchenhodentumor erzeugen.

Die Knochenmetastasen entstehen zum Teil als indifferente Markherde, vorwiegend aber als osteoklastische, seltener als osteoklastisch-osteoplastische Geschwulstformen im Knochenmark oder Periost unter Bevorzugung der Metaphysen der langen Röhrenknochen.

Die Periostherde treten nicht nur, wie sonst meist bei Knochencarcinommetastasen, als sekundär vom Knochenmark entstehende Geschwulstwucherungen auf, sondern entwickeln sich hier oft als primäre Periostmetastasen, die in den Randpartien der Periostherde oft reichlich Osteophytbildung verursachen und bei Eindringen in die Compacta auch endostale Osteophytbildung anregen können. In diesen Metastasen geht der Knochenabbau sowohl in der üblichen Form durch lacunären Abbau mit Reisenzellosteoklasten als auch unter direkter zerstörender Einwirkung der Geschwulstwucherungen vor sich.

Die Knochenneubildung, die hier besonders an periostalen Osteophytbildungen zu beobachten ist, geht in der Hauptsache durch Osteoplastenanlagerung und nur an wenigen Stellen auf dem Wege der Metaplasie aus dem Stroma vor sich.

Trotz des sehr rasch vor sich gehenden Abbaues der Knochenbälkchen im Bereiche der Metastasen werden Deformierungen und Spontanfrakturen nicht beobachtet, da die Tiere infolge der raschen Entwicklung von Metastasen in den inneren Organen meist schon nach 2–4 Wochen eingehen. Hervorzuheben ist die rasche Entwicklung der Skeletveränderungen und die in manchen Fällen rasche Umwandlung des roten Zellmarkes in Fasermark im Bereiche der Metastasen. Die Ergebnisse weisen darauf hin, daß beim Menschen Knochencarcinommetastasen wohl viel rascher zu schweren Veränderungen führen können, als allgemein angenommen wird.

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Schrifttum

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1937

Authors and Affiliations

  • Werner Schopper
    • 1
  1. 1.Pathologischen Institut der Universität GießenGießenDeutschland

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