Über die Bestimmung der Schwefligen Säure in Lebensmitteln

  • J. F. Reith
  • J. J. L. Willems
Originalarbeiten

Zusammenfassung

  1. 1.

    Es wird eine Methode für die Bestimmung der Schwefligen Säure in Lebensmitteln beschrieben. Die Titration erfolgt alkalimetrisch und komplexometrisch. Sulfitmengen von 1 bis 55 mg, als SO2 berechnet, wurden mit 95–100% Ausbeute wiedergefunden.

     
  2. 2.

    Andere flüchtige Säuren, Schwefelwasserstoff, schwefelhaltige Aminosäuren, Senföle, < 5 mg Kupfer und < 25 mg Acetaldehyd störten die Bestimmung nicht. Senf und frische Zwiebeln täuschten eine zu vernachlässigende Menge von Schwefliger Säure vor.

     
  3. 3.

    Das Hühnereiweiß ergab einen nicht unbeträchtlichen Gehalt an Schwefliger Säure, in getrocknetem Zustand (60–76 mg/kg Trockengewicht) mehr als ungetrocknet (22–31 mg/kg Trockengewicht). Andere eiweißreiche Materialien lieferten im frischen und getrockneten Zustand kein SO2.

     
  4. 4.

    Die Reproduzierbarkeit der in Lebensmitteln erhaltenen Ergebnisse wird angegeben.

     
  5. 5.

    Die Ergebnisse der SO2-Bestimmung in Lebensmitteln durch alkalimetrische Titration stimmen mit den durch komplexometrische Titration erhaltenen überein, nur die komplexometrischen Analysen des Hühnereiweiß und getrockneter Zwiebeln lieferten niedrigere Resultate nach der komplexometrischen als nach der alkalimetrischen Methode.

     
  6. 6.

    Zusätze von Schwefliger Säure zu verschiedenen Lebensmitteln wurden im allgemeinen in befriedigender Höhe wiedergefunden; zu niedrige Ergebnisse wurden aber in Tomatenprodukten, Schokoladepaste, Trockenpflaumen und Feigen beobachtet.

     
  7. 7.

    Bei einer größeren Zahl von Lebensmitteln, die aus dem Handel erworben wurden, wurde der Gehalt an Schwefliger Säure bestimmt.

     
  8. 8.

    Nach der küchenmäßigen Zubereitung von verschiedenen Lebensmitteln wurden 4–70% des ursprünglichen Gehaltes an Schwefliger Säure wiedergefunden.

     
  9. 9.

    Eine annähernde Berechnung der täglichen Aufnahme von Schwefliger Säure wurde versucht, diese Aufnahme wird in Hinsicht auf ihre Toxicität besprochen.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Springer-Verlag 1958

Authors and Affiliations

  • J. F. Reith
    • 1
  • J. J. L. Willems
    • 1
  1. 1.Mitteilung aus der Abteilung Lebensmittelchemie der Universität Utrecht und dem Zentral-Institut für Ernährungsforschung TNOUtrecht

Personalised recommendations