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Untersuchungen über die käsige Nekrose tuberculösen Gewebes

  • Hans Schmaus
  • Eugen Albrecht
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Literatur

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  9. 1).
    Trotzdem können wir der Ansicht Kockel's, dass das Reticulum des Tuberkels vorwiegend ein Gerinnungsprodukt sei, hervorgerufen durch die Fixationsflüssigkeit, nicht völlig beistimmen. Denn einmal konnten wir auch an jungen Tuberkeln, und zwar sowohl bei Holzessigbehandlung, wie auch mit der Ehrlich'schen Triacidlösung, eine feinfasrige Masse nachweisen, welche sich von Gerinnselmassen deutlich unterschied, wenn auch durch dieses Methoden nachgewiesen wurde, dass die Fasern durchaus nicht, wie früher von uns angenommen wurde, vorzugsweise Zellausläufer darstellen. Vor Allem aber spricht für die Existenz eines wirklichen präformirten Reticulums die in gewissen Fällen (siehe unsere erste Arbeit) constatirte hyaline Umwandlung und Verdickung eines fasrigen Netzwerks innerhalb der Tuberkel, worauf wir später noch zurückkommen werden. Unseres Erachtens beweist die van Gieson'sche Reaction, wenn dieselbe an einer hyalin aussehenden Substanz zu Stande kommt, so viel, dass diese Substanz von Bindegewebe herstammt, da ja dieses sich mit dieser Methode mehr oder minder intensiv roth tingirt, und diese Aufnahmefähigkeit für das Fuchsin auch nach seiner byalinen Umwandlung beibehält. Wenn nun in Tuberkeln unter gewissen Umständen ein dichtes, reticulumartiges Netzwerk sichtbar wird, welches diese Reaction giebt, ohne dass ein Eindringen von Bindegewebe in den Tuberkel nachweisbar wäre, so muss doch von vornherein im Tuberkel ein solches Netz vorhanden gewesen sein, welches sich hinterher erst verdickt hat. Wenn Kockel ein solches in seinen Fällen nicht ausgeprägt sehen konnte, so liegt das wohl daran, dass ihm, ebenso wie uns in der hier beschriebenen Versuchsreihe, keine jene Umwandlung aufweisenden Tuberkel vorlagen, wie ja solche auch nur unter bestimmten Umständen auftreten. —Endlich können wir in dem Reticulum keineswegs ein blos durch die Fixirungsflüssigkeit hervorgerufenes arteficielles Produkt sehen, wie aus dem im Folgenden angegebenen und genügend hervorgehobenen, successiven Auftreten dieser Zwischenmasse, der Beziehung derselben zum Schwinden der Kerne und zur käsigen Umwandlung hervorgeht. [Die abhandlung Kockel's (Beitrag zur Histogenese des miliaren Tuberkels. Dieses Archiv. Bd. 143. S. 574) ist uns erst nach Abschluss unserer Arbeit zu Gesicht gekommen und konnte daher leider nicht mehr genauer berücksichtigt werden.]Google Scholar
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  12. 1).
    Als Analogon zu der von uns angenommenen Abscheidung eines gerinnenden, homogenen oder hyalinen Transsudats können wir die Befunde von Leusden anführen, welcher bei puerperaler Eklampsie in den Alveolen der Lunge ähnliche, dieselben bandartig auskleidende Massen fand, welche wahrscheinlich mit hyalinen Thromben innerhalb der Gefässe in Beziehung standen und gleichfalls die Fibrinreaction nicht gaben (Dieses Archiv. Bd. 142. S. 1). Auch im Fall Leusden's konnte es sich nicht um fertig gebildetes, etwa homogen umgewandeltes Fibrin handeln, da die Massen offenbar ganz frisch entstanden waren, wie die von ihnen eingeschlossenen, noch gut erhaltenen Epithelien bewiesen. Aehnliche bilder wurden schon vorher von Schmorl beschrieben. Auch Leusden nimmt an, dass die Massen durch Exsudation aus den Gefässen entstanden seien. Wir haben in letzter Zeit ähnliche Ausscheidungen in ein paar Fällen von käsiger, mit starker Fibrinabscheidung combinirter Pneumonie gefunden. — Noch auffallender ist es vielleicht, dass wir auch körnige und körnigfädige Massen begegneten, welche die Weigert'sche Fibrinreaction nicht gaben, dagegen zum grossen Theile wenigstens nach der von Israel für die Darstellung von Fibrin empfohlenen Altmann'schen Färbung (nach der Altmann'schen Fixirung oder beliebiger anderer Fixation, vergleiche Israel, Die anämische Nekrose der Nierenepithelien. Dieses Archiv. Bd. 123. S. 322 und Practicum der pathologischen Histologie. S. 74) noch färbbar waren. — Nachdem wir zahlreiche Versuche mit der Weigert'schen Fibrinfärbung angestellt haben, erscheint es uns ausgeschlossen, dass es sich um einen Fehler bei der Behandlung der Präparate gehandelt habe. Jedenfalls entfärbten die genannten Massen sich viel leichter und früber, als der typische Faserstoff, wenn sie auch dem letzteren wohl sehr nahe stehen. Andererseits deutet die Färbbarkeit eines Theiles derselben mit der von Israel empfohlenen Methode darauf hin, dass sie Uebergänge zu dichteren, mehr homogenen, hyalinen Massen bilden, wie es ja auch homogene Massen giebt, welche sich mit der Weigert'schen Fibrinfärbung blau tingiren (Lubarsch, Manasse u. A.), ohne mit dem Fibrin gerade identisch zu sein.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von Georg Reimer 1896

Authors and Affiliations

  • Hans Schmaus
    • 1
  • Eugen Albrecht
    • 1
  1. 1.Pathologischen Institut der Universität MünchenMünchen

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