Zur Bestimmung des Kohlendioxyds auf gasvolumetrischem Wege

  • R. Engst
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei der Bestimmung des Kohlendioxydgehaltes aus carbonathaltigen Analysensubstanzen wurden die eingewogenen Carbonatmengen nach TILLMANS mit ± 3%, nachRauscher mit ± 2% und nachSchmitt mit ± 4% Genauigkeit wiedergefunden.

     
  2. 2.

    Es wird festgestellt, daß bei der gasvolumetrischen Kohlendioxydbestimmung

    1. a)

      Luftdruck und Außendruck nicht vernachlässigt werden können,

       
    2. b)

      in den Apparaten vonTillmans undRauscher während der Bestimmung ein meßbarer Unterdruck entsteht,

       
    3. c)

      die Dampftension vor allem der Zersetzungssäure Kohlendioxyd vortäuscht und

       
    4. d)

      die erhebliche Löslichkeit des Kohlendioxyds scheinbare Kohlendioxydverluste bewirken kann.

      Das Ausmaß der Fehler, die durch Vernachlässigung vorstehender Einflüsse verursacht werden können, wird ergründet.

       
     
  3. 3.

    Es wird eine Arbeitsweise in Vorschlag gebracht, die die Erkenntnisse gem. 2. berücksichtigt. Das vorgeschlagene Verfahren bedient sich einer neu konstruierten Kohlendioxyd-Bürette, die in abgewandelter Form das Prinzip der Rauschersehen Carbonatzersetzung mit einer U-Bürette vereinigt.

     
  4. 4.

    Für die vorgeschlagene Arbeitsweise werden Beleganalysen angeführt. Danach ist es möglich, den Kohlendioxydgehalt aus carbonathaltigen Substanzen im allgemeinen mit einer Genauigkeit von ± 0,5% zu ermitteln. Apparat und Arbeitsweise eignen sich besonders gut für Serienanalysen. Eine Bestimmung nimmt — von der Einwaage abgesehen — nicht mehr als 2 min in Anspruch.

     

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© Springer-Verlag 1958

Authors and Affiliations

  • R. Engst
    • 1
  1. 1.Mitteilung aus dem Institut für Lebensmittelchemie beim Magistrat von Groß-BerlinBerlinGermany

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