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Ueber die thermischen Wirkungen experimenteller Eingriffe am Nervensystem und ihre Beziehung zu den Gefässnerven

  • Alb Eulenburg
  • L. Landois
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Literatur

  1. 1).
    Vgl. dieses Archiv Bd. LXVI. Hft. 4. S. 489 mit Taf. XXII. Fig. 1.Google Scholar
  2. 1).
    Dies ausdrücklich hervorzuheben, erscheint vielleicht insofern nicht überflüssig, als die Angaben von Hitzig und Fritsch immer noch, selbst von Seiten experimentirender Forscher, eine unserer Ansicht nach kaum begreifliche Opposition, finden. Wir erinnern nur an die jüngsten Auslassungen von Brown-Séquard in der Pariser Soc. de biologie, welche Charcot mit Recht entschieden zurückwies.Google Scholar
  3. 1).
    Einem mittelgrossen braunen Hunde wurde in tiefer Chloroformnarcose in der rechten Frontalgegend die Trepanation gemacht; darauf wurde das Thier in der früher beschriebenen Weise curarisirt, und die künstliche Respiration eingeleitet. Vor Blosslegung der Gehirnoberfläche und Beginn der (electrischen) Reizung wurden die beiden mit dem Meissner-Meyerstein'schen Electrogalvanometer verbundenen, Dutrochet'schen Nadeln beiderseits gleich tief unter der Haut der Vorderpfoten eingeführt, und der Einstand der Scala gemessen. (Die Abnahme der Temperatur links entsprach einem Sinken der Scala.) Einstand der Scala=61. Blosslegung der Gehirnoberfläche. Messung von 5 ∶ 5 Secunden: 61, 61, 61, 60, 61, 61. Electrische Reizung im Bereiche der Trepanationsstelle: 61, 61, 61, 60, 60, 60, 59, 59, 59, 58, 58, 58, 59. (Aufhören der Reizung) 59, 60, 60, 60, 60, 60, 61, 61, 61, 61, 61, 61, 61, 61, 61, 61, 62, 62, 62, 62, 61, 61. (Wiederholte electrische Reizung) 61, 60, 60, 60, 59, 59, 59, 59, 59, 58, 58, 59, 59. (Aufhören der Reizung) 60, 60, 60, 61, 62, 63, 63. Es war also das Resultat in diesem Falle ein sehr geringes, obgleich bei wiederholter Reizung in gleichem Sinne wiederkehrendes. Eine Viertelstunde darauf: Einstand der Scala 55. Zerstörung der vorher gereizten Partie mit glühenden Drähten; darauf allmähliches Ansteigen der Scala auf 69 (einer Erwärmung des linken Vorderbeins entsprechend). Das Thier wurde getödtet. Die Autopsie ergab den in Fig. 1 bezeichneten Umfang der Zerstörung; innerhalb dieses Bereiches hatte auch die vorausgegangene wiederholte Reizung stattgefunden. Der relativ schwache Effect der Reizung und Zerstörung konnte demnach möglicherweise auf den Umstand bezogen werden, dass der Angriffspunkt etwas zu sehr nach aussen (lateralwärts) gefallen war; der auf das Vorderbein thermisch einwirkende, der Medianlinie und dem Sulcus cruciatus näher liegende Rindenbezirk wurde dabei wahrscheinlich nur in sehr geringem Maasse betheiligt.Google Scholar
  4. 2).
    Einem kleinen schwarzen Pudel wurden in tiefer Chloroformnarcose in der linken Frontalgegend zwei Löcher mittelst Pfriemen, 1. Cm. von einander entfernt, durch den Schädel gebohrt, und die Electroden in Gestalt zugespitzter Kupferdrähte durch dieselben hindurchgeführt. Eine Nadel wurde tief unter der Haut der rechten Vorderpfote eingesenkt; die andere einer gleichmässigen Erwärmung (Lampe) ausgesetzt. — Messung von 5 ∶ 5 Secunden. Ansteigen der Scala-Temperaturabnahme des rechten Vorderbeins, und umgekehrt.Google Scholar
  5. 1).
    Das Kochsalz, in Substanz auf die betreffende Region der Rindenoberfläche applicirt, wirkt nach unseren wiederholten Beobachtungen als ein sehr energisches Reizmittel auf die motorischen Apparate, dessen Effect sich durch anhaltende Oscillationen, stärkere clonisch-tonische Zuckungen und förmliche Contracturen in den contralateralen Extremitäten — bei fortschreitender Diffusion selbst in hinzutretenden schwächeren Convulsionen der gleichseitlgen Körpermusculatur (ähnlich wie zuweilen als Nachwirkungen electrischer Misshandlung) kundgiebt. Hitzlg bemerkt bereits in seinen Untersuchungen über das Gehirn (S. 274, Anm.), dass er ausser der electrischen auch chemische und mechanische Relzmethoden angewandt habe, thellt jedoch über dieselben nichts Näheres mit. Einer brieflichen Mittheilung zufolge, deren Benutzung uns freundlichst gestattet wurde, verwandte Hitzig als chemische Reizmittel Essigsäure und Liq. ferri sesquichlorati, und erzielte damit ganz dieselben Resultate, wie sie von uns bei der Kochsalzapplication beobachtet wurden.Google Scholar
  6. 1).
    Vgl. die Abbildung bei Hitzig, Untersuchungen über das Gehirn, S. 13.Google Scholar
  7. 1).
    Die sehr zahlreichen Messungen in diesem Falle können selbstverständlich nur auszugsweise angeführt werden.Google Scholar
  8. 1).
    Production des effets de la paralysie du nerf grand sympathique cervical par l'excitation de la surfare du cerveau, Arch. de phys. 2 sér., t. II no. 6, Oct. bis Dec. 1875, p. 854.Google Scholar
  9. 1).
    Brown-Séquard behauptete, wie schon bei früherer Gelegenheit, so auch neuerdings (in der Soc. de biologie, Sitzung vom 25. November 1875), dass Läsionen an der Oberfläche des Grosshirnes vasculäre Veränderungen und Hämorrhagien an der Gehirnbasis hervorrufen sollen. Im vorliegenden Falle hätte man wegen der blutigen Diarrhoe vielleicht an eine secundäre Basalaffection denken können. Wir haben jedoch etwas Derartiges bei unseren sehr zahlreichen Versuchen bisher niemals beobachtet.Google Scholar
  10. 1).
    Ueber die electrische Erregbarkeit des Grossbirns; Reichert's und du Bois-Reymond's Archiv 1870 Heft 3. Vgl. “Untersuchungen über das Gehirn” S. 9.Google Scholar
  11. 1).
    Arch. de phys. (2 sér.) II. 6. p. 854.Google Scholar

Copyright information

© Druck und Verlag von G. Reimer 1876

Authors and Affiliations

  • Alb Eulenburg
    • 1
  • L. Landois
    • 1
  1. 1.Greifswald

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