Über die Freisetzung von Histamin bei Gewebsschädigungen durch Gifte

  • H. Bachmann
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Zusammenfassung

Am isoliert durchströmten Darm der Katze konnte für einige Gifte der Nachweis erbracht werden, daß sie der abströmenden Flüssigkeit eine Wirksamkeit auf den Darm des Meerschweinchens geben, offenbar stets durch eine gewebsschädigende Wirkung.

Die pharmakologische Charakterisierung dieser aktiven Substanz läßt vermuten, daß es sich dabei um Histamin handelt, zum mindesten ist sie dem Histamin sehr ähnlich.

Die Vergiftung mit Quecksilber nimmt in den Versuchen eine Sonderstellung ein; die pathologischen Erscheinungen am Darmkanal bei der akuten und subakuten Quecksilbervergiftung sind mit den erhaltenen Befunden leicht in Einklang zu bringen.

Nicht so regelmäßig und nur bei robusterer Einwirkungsart ließ sich mit Emetin und Arsenik die Freisetzung von Histamin erzielen. Dagegen trat nach Verbrühung oder Phenolverätzung des Darms Histamin regelmäßig in der aus den Gefäßen abströmenden Flüssigkeit auf.

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Copyright information

© Verlag von F.C.W. Vogel 1938

Authors and Affiliations

  • H. Bachmann
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität BerlinBerlinDeutschland

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