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Klinische Wochenschrift

, Volume 6, Issue 37, pp 1747–1749 | Cite as

Über den Einfluss Lokaler Insulinbehandlung auf Ulcerationen, Zugleich ein Beitrag zur Kenntnis Lokaler Säurewirkungen

  • E. Nathan
  • A. Munk
Originalien
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Durch Aufträufeln von Insulin in seiner „Lösungsflüssigkeit“, dieser Lösungsflüssigkeit ohne Insulinzusatz, sowie einer entsprechenden Säurelösung auf Ulcerationen (insbesondere torpide Ulcera cruris) entsteht in kurzer Zeit eine starke gewebliche Reaktion in Gestalt körniger hochroter Granulationen; die Epithelisierung wird dabei anfänglich ebenfalls angeregt. Nach einer gewissen Zeit tritt jedoch nach der anfänglichen Verkleinerung der Geschwürsfläche eine Verzögerung, bzw. völlige Sistierung im Heilungsprozeß ein.

     
  2. 2.

    Nach Aufträufeln von Insulinsubstanz, frisch gelöst in physiologischer Kochsalzlösung, bleiben diese Erscheinungen aus.

     
  3. 3.

    Der vonAdlersberg undPerutz bei der lokalen Behandlung experimenteller Geschwüre und torpider Ulcera cruris mit Insulin beobachtete Heilerfolg kann daher nicht auf einer Insulinwirkung beruhen, sondern muß der Wirkung der sauren Lösungsflüssigkeit, in der das Insulin gelöst wird, zugeschrieben werden. Es handelt sich also bei der Granulationsanregung um eine Säurewirkung.

     
  4. 4.

    Die theoretische Bedeutung der Wirkung lokaler Säureapplikation auf den Granulationsprozeß wird im Zusammenhang mit den neueren Arbeiten über allgemeine und lokale Acidose (Schade, Herrmannsdorfer, von Gaza undBrandi) besprochen.

     

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Literatur

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Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1927

Authors and Affiliations

  • E. Nathan
    • 1
  • A. Munk
    • 1
  1. 1.Dermatologischen Abteilung des Städt. Krankenhauses NürnbergDeutschland

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