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Untersuchungen über die Herz- und Gefäßwirkungen kleiner Digitoxingaben bei intravenöser Injektion

  • W. Schemensky
Article

Zusammenfassung

Die unterst wirksame Dose des intravenös gegebenen Digitoxin Merck lag bei etwa 1/24 der letalen Dose, die von uns zumeist verwandten Dosen schwankten zwischen 1/24 bis etwa 1/3 letaler Dosis. In allen diesen Fällen bekamen wir Reaktion sowohl der Nierenals Darmgefäße, und wo das Herz miteinbezogen war, reagierte auch dies stets, ohne jedoch irgendwelche toxischen Erscheinungen, wie Irregularität usw. zu zeigen. Es wirken also die weit unter der toxischen Dosis liegenden Gaben stets außer auf Herz auch auf die Gefäße. Die Herzwirkung überdauert die Gefäßwirkung nicht, im Gegenteil war die Herzwirkung meist schon lange vor dem Nachlassen der Gefäßwirkungen abgeklungen.

Die Digitoxinwirkung auf die Gefäße ist eine zweifache, eine erweiternde und eine verengernde; die anfängliche erweiternde ist im allgemeinen die flüchtigere, die verengernde die länger anhaltende Wirkung.

An den Darm- und Nierengefäßen ist im allgemeinen der verengernde Einfluß am deutlichsten ausgesprochen; doch ist die Erweiterung an den Nierengefäßen im Vergleich zu der am Darm von bedeutend längerer Dauer.

Die toxischen, über 1,2 mg liegenden Dosen, wirken in beiden Gefäßgebieten mehr im Sinne der Verengerung.

Die außerordentlich verschiedene Reaktionsweise der Gefäße auf die gleichen Gaben erklären wir mit der wechselnden Empfindlichkeit des peripheren Gefäßnervenapparates, wofür auch die häufig konträre Wirkung kleiner Adrenalingaben spricht.

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Copyright information

© Verlag von F.C.W. Vogel 1924

Authors and Affiliations

  • W. Schemensky
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Universität HeidelbergHeidelbergDeutschland

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