Über Versuche der Blutanswaschung am Lebenden mit Hilfe der Dialyse

I. Mitteilung
Article

Zusammenfassung

Wie aus den geschilderten Versuchen hervorgeht, gelingt es auch am Lebenden, Blut zu dialysieren. Damit ist im Prinzip eine Methode gegeben, mit Hilfe derer es möglich sein muß, Blut und Gewebe von schädlichen, dialysablen Stoffen zu befreien. Soll das Verfahren für die Therapie nutzbar gemacht werden, ist in erster Linie von ihm zu fordern, daß es sich in quantitativer Beziehung mit der Nierenfunktion und dem großen Aderlaß konkurrenzfähig erweist. Die durchgefübrten Experimente lassen ohne weiteres erkennen, daß wir in der Blutwaschung mit Hilfe der Dialyse ein sehr wirksames Verfahren besitzen, das sich — an der Ausscheidung von per os eingeführtem Jod bemessen — in der 1-Stundenleistung Nierenfunktion und großem Aderlaß weit überlegen zeigt. Bei der angewandten Technik konnte im Hundeversuch zum mindesten die Hälfte der Gesamtblutmenge innerhalb 1 Stunde von jod freigewaschen werden. Im bestgelungensten Versuch dialysierten pro Stunde Jodmengen, die dem 21/2 fachen Gesamtblutvolumen entsprachen. Der Nierenarbeit zeigte sich bezüglich Jodausscheidung das Verfahren um das 4,4–22,5fache pro Stunde überlegen.

Die Waschung eines nierenkranken Patienten im urämischen Stadium ergab ein ähnliches günstiges Resultat. Das ausgewaschene Jod entsprach 51,3% der Gesamtblutjodmengen. Gegenüber der Nierenarbeit förderte die Dialyse das 22,6fache an Jodmengen pro Stunde.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 2).
    Klin. Wochenschr. 1923, Nr. 41; 1925, Nr. 1.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von F.C.W. Vogel 1926

Authors and Affiliations

  • Gg Haas
    • 1
  1. 1.Medizinischen Klinik Gießen und Medizinischen Poliklinik GießenGießenDeutschland

Personalised recommendations