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Der Gewebsdruck beim Ödem

II. Mitteilung
  • G. Holland
  • F. Meyer
Article

Zusammenfassung

Der Druck im Gewebe der ödematösen Haut ist herabgesetzt auf die Hälfte bis ein Drittel des Notmaldruckes. Der Druck im ödematösen Gewebe der Subcutis ist unverändert. Im allgemeinen findet sich auch bei hochgradigem Ödem keine Steigerung des Gewebsdruckes. Bei isolierten Ödemen (Frakturödem) findet sich genau wie beim kardialen Ödem eine Senkung des Gewebsdruckes. Im Bereich der experimentell erzeugten Histaminquaddel ist der Gewebsdruck trotz erheblicher Steigerung des Kapillardruckes unverändert. Es wird angenommen, daß die Gewebe der Haut sich unter den Bedingungen der Ödembildung plastisch dehnen. Die Bestimmung des Strömungswiderstandes im Gewebe spricht dafür, daß das Ödemwasser nur teilweise frei in den Gewebsspalten vorhanden, zur Hauptsache aber als Quellungswasser gebunden ist. Die Gewebe der Haut stellen Wasserspeicher dar, deren Kapazität mit zunehmender Füllung wächst, ohne daß der Innendruck ansteigt. Die Bedeutung des Ödems im Schadenkreis der Herzinsuffizienz kann deshalb nicht durch die mechanische Druckwirkung der Ödemflüssigkeit erklärt werden.

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Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1932

Authors and Affiliations

  • G. Holland
    • 1
  • F. Meyer
    • 1
  1. 1.Medizinischen Klinik Lindenburg der Universität KölnKölnDeutschland

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