Einfluß des Histamins auf die arterielle Sauerstoffbindungskurve und auf den arteriellen Sauerstoffdruck

Ein Beitrag zur Histaminwirkung auf die Lungengefäße
  • Cheue Tang
Article

Zusammenfassung

Histamin verursacht beim Menschen, bei Dosen von 1–1,5 mg, eine regelmäßige Verminderung der arteriellen Sauerstoffsättigung (Kroetz, Rühl).

Histamin verursacht beim Menschen in obiger Dosierung eine regelmäßige Verminderung des arteriellen Sauerstoffdruckes, die einerseits durch die Sättigungsabnahme, andererseits durch die häufige Linksverschiebung der Sauerstoffbindungskurve des arteriellen Blutes bedingt wird.

Die Histaminanoxämie hat klinisch ihre Parallelen in den Anoxämien des Shocks und des Fiebers (Kroetz).

Die Histaminanoxämie ist sicher nicht durch Störungen der Belüftung des alveolaren Raumes zu erklären, sondern sie geht auf Störungen der pulmonalen Durchblutung und der pulmonalen Gasdurchlässigkeit zurück, wobei die Bedeutung beider Faktoren noch nicht schärfer gegeneinander abzugrenzen ist. Die Histaminanoxämie gehört mindestens teilweise in das Gebiet der Pneumonose (Brauer, Kroetz).

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Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1932

Authors and Affiliations

  • Cheue Tang
    • 1
  1. 1.Medizinischen Klinik der Universität FrankfurtFrankfurtDeutschland

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