Schilddrüse und Ovarium

  • I. Abelin
  • E. Wiedmer
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Durch subkutane Zufuhr von Thyroxin, oder durch perorale Eingabe von Schilddrüsensubstanz wird bei der Ratte der normale Oestrusablauf gehemmt oder unterdrückt. Ebenso wie die übrigen Thyreoideawirkungen weist auch diese Schilddrüsenreaktion eine charakteristische Latenzzeit und eine Nachwirkung auf.

     
  2. 2.

    Die Ovarialtätigkeit wird durch das H.V.L.-und durch das Schilddrüsenhormon in entgegengesetztem Sinne beeinflußt: Sie wird durch einen Überschuß von H.V.L. angeregt, durch einen Überschuß von Thyreoidea gehemmt. Durch gleichzeitige Eingabe von Thyroxin und H.V.L.-Hormon (Prolan) wird die thyreogene Brunsthemmung abgeschwächt. Dem Prolan prinzipiell ähnlich, aber wesentlich günstiger, wirkte das Follikulin. Durch dessen Einverleibung konnte der Brunstzyklus, trotz Dauereinfluß von Thyroxin, größtenteils aufrecht erhalten werden.

     
  3. 3.

    Wie zahlreiche andere Wirkungen des Schilddrüsenhormons läßt sich auch dessen schädlicher Einfluß auf die Ovarialtätigkeit durch Auswahl einer spezifisch zusammengesetzten Ernährungsart wirksam bekämpfen. Es werden zwei Nahrungsmischungen beschrieben, bei deren Verfütterung der Verlauf der Brunst selbst bei Dauereinwirkung von Thyroxin relativ wenig gestört wurde.

     

Die Aufrechterhaltung der Genitalfunktion ist für die Bekämpfung der Hyperthyreose von Bedeutung.

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Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1932

Authors and Affiliations

  • I. Abelin
    • 1
  • E. Wiedmer
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität BernBernSchweiz

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