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Über die Ursachen der verschieden langen Intervalle zwischen intravenöser Injektion und Wirkung von Schlafmitteln

  • Karl Klimesch
Article

Zusammenfassung

Nach intravenöser Injektion schlafmachender Dosen von Chloralhydrat und Urethan tritt unmittelbar nach der Injektion die Wirkung ein, während Veronal-Natrium und auch Luminal-Natrium zwischen Injektion und Eintritt der Wirkung eine bald längere, bald kürzere Latenz zeigen. Dies ist jedoch nicht für die Barbitursäurederivate charakteristisch, weil nach intravenöser Injektion von Noktal, Phanodorm, Nirvanol, Pernokton und Evipan die Wirkung ebenfalls unmittelbar nach der Injektion, also ohne Latenz, eintritt.

Als Ursache hierfür wurde die Dissoziationsfähigkeit der Natriumsalze dieser Verbindungen gefunden, die beim Veronal und Luminal am geringsten, bei den übrigen Derivaten ansteigend immer größer wird. Da die Natriumsalze nicht lipoidlöslich sind, wohl aber die freien Säuren, so geht der Eintritt der Schlafwirkung nach intravenöser Injektion mit dieser Beständigkeit der Natriumsalze im Blute und in den Geweben parallel.

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Literatur

  1. 1.
    Starkenstein, E.: Therapeutische Halbmonatshefte1921, Nr 20.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1933

Authors and Affiliations

  • Karl Klimesch
    • 1
  1. 1.Pharmakologisch-pharmakognostischen Institute der Deutschen Universität in PragPragTschechische Republik

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