Ödembildung durch arsenige Säure

  • A. Bornstein
  • Günther Budelmann
Article

Zusammenfassung

An der überlebenden Extremität entwickelt sich bei Durchblutung mit Natriumarsenit ein mächtiges Ödem. Das Ödem bleibt aus, wenn man den Durchblutungsdruck auf die Hälfte herabsetzt. An der überlebenden Leber findet sich die Erscheinung nicht.

Nach As2O3-Zusatz sinkt der kolloidosmotische Druck des Serums, und zwar nur, wenn das Blut mit der Extremität in Berührung war. Der Abfall des kolloidosmotischen Druckes wird als Ursache des Ödems angesehen.

Wir haben demnach an der überlebenden Extremität auf drei Arten Ödem erzeugen können: 1. durch arteriellen Hochdruck, 2. durch venöse Stauung, 3. durch Herabsetzung des kolloidosmotischen Druckes.

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    Schade nennt seinen Apparat “Onkometer”. Wir haben diesen Ausdruck nicht benutzt, weil er seit Jahrzehnten für gewisse Plethysmographen in Benutzung ist. Aus dem gleichen Grunde verzichten wir auf den Ausdruck “onkotischer Druck”, der sonst zweifellos dem “kolloidosmotischen Druck” vorzuziehen wäre.Google Scholar
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    d. h. 10 Minuten nach Zusatz.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1930

Authors and Affiliations

  • A. Bornstein
    • 1
  • Günther Budelmann
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Hamburgischen Universität, Krankenhaus St. GeorgHamburgDeutschland

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