Toxikologische Untersuchungen zur Praxis der Lokalanästhesie

  • Gert Taubmann
  • Georg Jung
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei intravenöser Gabe wird die Giftigkeit einer 1% igen Novokainlösung durch den handelsüblichen Zusatz von 2,5 mg% Suprarenin auf das Doppelte gesteigert.

     
  2. 2.

    Das Suprarenin ist in solchen Lösungen auch bei Anwendung aller Vorsichtsmaßregeln nicht längere Zeit haltbar. Der Inhalt käuflicher Ampullen von gebrauchsfertigen Novokain-Suprareninmischungen enthält meist erheblich weniger wirksames Suprarenin als der Signatur entspricht.

     
  3. 3.

    Lösungen von 1% Novokain mit 0,5 mg% Suprarenin sind im Quaddelversuch und bei klinischer Prüfung für eine langdauernde Anästhesie sicher ausreichend.

     
  4. 4.

    Calciumvorbehandlung bedingt keine Steigerung der Giftigkeit der Novokain-Suprareninmischung, sondern eher eine Abschwächung.

     
  5. 5.

    Zusatz von Kaliumsulfat, das die Anästhesie erheblich verlängert, bedingt eine Abschwächung der Giftigkeit der Anästhesielösung. Auch hier bewirkt Ca-Vorbehandlung noch weitere Entgiftung. Danach wird für die Klinik die Anwendung von frisch hergestellten Novokainlösungen mit 0,5 mg% Suprarenin und 0,4% Kaliumsulfat empfohlen.

     

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Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1930

Authors and Affiliations

  • Gert Taubmann
    • 1
    • 2
  • Georg Jung
    • 1
    • 2
  1. 1.Institut für Pharmakologie und experimentelle Therapie der Universität BreslauBreslauPolen
  2. 2.Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten der Universität BreslauBreslauPolen

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