Die Wirkung der Cardiaca auf die Dynamik des Froschherzens

  • Z. Dirner
Article

Zusammenfassung

An künstlich gereizten Froschherzkammern wurden die dynamischen Wirkungen einiger Herzgifte (Chinin, Chloralhydrat, Cocain, ferner Ca-Mangel) sowie mehrerer Cardica (Coffein, Cardiazol, Theophyllin, Adrenalin, Sympatol, Trimethylentetrazol) untersucht.

Die Untersuchungen erstreckten sich sowohl auf die isotonischen und isometrischen wie auch auf die auxotonischen Kontraktionen. Die Arbeit des Herzens wird in g-cm ausgedrückt.

Es konnte festgestellt werden, daß bei hypodynamischem Herzen das Maximum der auxotonischen Arbeit rascher sinkt als jenes der isotonischen Arbeit, gleichen Anfangsdruck vorausgesetzt. Das Maximum der auxotonischen Arbeit kommt am hypodynamischen Herzen im Vergleiche zum isometrischen Druck bei relativ geringerem Widerstand zustande als am normalen Herzen. Der Verlauf der Kurve der auxotonischen Maxima erfährt inzwischen eine charakteristische Veränderung. Das künstlich geschwächte Herz zeigt demnach in vieler Beziehung ein ähnliches Verhalten wie das normale Herz, das gezwungen ist, bei übermäßig hohem Anfangsdruck zu arbeiten.

Wird das hypodynamische Herz mit Cardiaca behandelt, dann ändern sich die erwähnten Verhältnisse im entgegengesetzten Sinne.

Gegen Ermüdung sowie gegen die genannten Gifte erwies sich Trimethylentetrazol am wirksamsten. Seine optimale Konzentration beträgt am ermüdeten Herzen 1∶500–1∶1000, am vergifteten Herzen 1∶100 bis 1∶200. Am deutlichsten gelangt seine Wirkung gegen Chinin zum Ausdruck, wobei es alle anderen Cardiaca weit übertrifft.

Schwächer wirksam sind Cardiazol (1∶500), Coffein, Theophyllin (1∶1000) sowie Sympatol (1∶2000) und Adrenalin (1∶500 000); die Wirkung des letzteren Mittels schwindet besonders rasch.

Bei der Verwendung von Campher oder Coramin war bloß eine negative inotrope Wirkung zu beobachten.

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Copyright information

© Verlag von F.C.W. Vogel 1936

Authors and Affiliations

  • Z. Dirner
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der kgl. ung. Franz Joseph-Universität in SzegedUngarn

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