Die Behandlung skrofulöser Augenerkrankungen mit Partial-Antigenen nach Deycke-Much

  • Werner Meyer
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Zusammenfassung

Die bei 91 Patienten mit phlyctänulären Augenerkrankungen erhobenen Intracutantiter ergaben einen fast gleichen Durchschnittswert wie die bei Tuberkulose gefundenen. Eine Abhängigkeit der Reaktion eines Partigens vom Lebensalter konnten wir nicht feststellen, dagegen ergab die Gegenüberstellung der Intracutantiter 20 leichterer und 20 schwererer Fälle für letztere einen höheren Durchschnittswert als der erstere. Am größten war der Unterschied für N.

Der 2. Intracutantiter (bei 56 Kranken bestimmt) war bei einer bemerkenswert großen Zahl höher als der 1. (quantitativ oder qualitativ) bei den Fällen, bei denen auch ein Rückfall beobachtet wurde. Blieben die Fälle bis jetzt rückfallfrei, so war der 2. Titer meistens kleiner oder gleich dem 1. Es scheint also Köllners Ansicht, daß höhere Allergie und erhöhte Neigung zum Ekzem (und umgekehrt) Hand in Hand gingen, dadurch bestätigt zu werden.

Die therapeutische Anwendung der Partialantigene wurde an 74 Fällen erprobt. Ein wesentlicher Erfolg konnte nicht festgestellt werden, auch sind schon jetzt nach verhältnismäßig noch kurzer Beobachtungszeit recht viele Fälle rückfällig geworden. Die Injektionen wurden fast stets gut vertragen, bei mehreren Kranken wurde geringes Fieber beobachtet, das wir auf die Injektionen selbst zurückführten. In 3 Fällen wurde deshalb die Kur abgebrochen. Wegen bedrohlicher Verschlimmerung des Augenbefundes wurde nur in 1 Falle nach der 4. Injektion mit der Partigenbehandlung ausgesetzt.

Zum Schluß gestatte ich mir, Herrn Geheimrat Schieck für die Überlassung der Arbeit meinen ergebensten Dank auszusprechen.

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1921

Authors and Affiliations

  • Werner Meyer
    • 1
  1. 1.Aus der Univ.-Augenklinik Halle a. S.Germany

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