Albrecht von Graefes Archiv für Ophthalmologie

, Volume 87, Issue 1, pp 122–134 | Cite as

Beitrag zur experimentellen Sporotrichose des Auges

  • Theodor Fischer-Galati
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Schlussfolgerungen

I. Eine unter die Lidhaut erfolgte, subcutane Injektion von Sporotrichum kann eine lokale Ulceration mit Lymphangitis und Drüsenschwellung, ähnlich der beim Menschen beschriebenen, hervorrufen.

II. Die Hornhaut kann der Sitz sporotrichotischer Veränderungen werden, deren Entwicklung eine besonders günstige ist, wenn diese sich nahe der Corneoskleralgrenze befinden. Es unterscheiden sich diese Prozesse von den durch andere Mykosen erzeugten Cornealerkrankungen und sind charakterisiert durch eine Geschwulst von gelbroter Färbung, die, reichlich von Gefässen durchzogen, gefeldert erscheint.

III. Bei Verbreitung des Parasiten in der Blutbahn (Inj. intra carot.) kann man eine Iridocyclitis erzeugen, sowie palpebrale Lokalisationen ähnlich denen, die beim Menschen beschrieben wurden.

IV. Injektionen in den Glaskörper oder in die Vorderkammer erzeugen bereits nach wenigen Tagen, leichtere und schwerere Reizerscheinungen, welche, mit einer Entzündung der Regenbogenhaut einsetzend, zu einer Atrophie des Bulbus führen können.

V. Die Resultate sind die gleichen für Spor. Schenki und de Beurmani.

VI. Therapeutisch kann Jodkalium einen Rückgang der Erscheinungen hervorrufen. Wir wollen aus einem uns zur Verfügung stehenden experimentellen Beweise noch nicht endgültig schlussfolgern.

VII. Man kann aus dem Glaskörper (ebenso wenig als es Ostrowsky beim Oidion albicans gelang) den Entzündungserreger nicht züchten.

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© Verlag von Wilhelm Engelmann 1914

Authors and Affiliations

  • Theodor Fischer-Galati
    • 1
  1. 1.Bukarest

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