Albrecht von Graefes Archiv für Ophthalmologie

, Volume 113, Issue 1–2, pp 222–236 | Cite as

Weitere experimentelle Untersuchungen über die Quelle und den Verlauf der intraokularen Saftströmung

XXI. Mitteilung. Über den Anteil osmotischer Kräfte beim physiologischen Abfluß des Kammerwassers
  • Erich Seidel
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Literaturverzeichnis

  1. 1).
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  2. 2).
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  3. 3).
    v. Graefes Arch. f. Ophth.112, 252.Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. die AusführungenHöbers im Handbuch vonA. v. Koranyi undP. F. Richter „Physikalische Chemie und Medizin“, Bd. 1, S. 294–419; desgl.A. Krogh, The Anatomy and Physiology of Capillaris, S. 203 und 204 (Silliman Memorial Lectures). New Haven 1922.Google Scholar
  5. 1).
    Journ. of physiol.19, 312. 1896; desgl.24, 317. 1899.Google Scholar
  6. 1).
    Vgl.Starling, Journ. of physiol.19, 312. 1896 und24, 317. 1899; fernerBayliss, Journ. of pharm. and exp. therap.15, 29. 1920; desgl.A. Krogh, The Anatomy and Physiology of Capillaries (Silliman Memorial Lectures). New Haven 1922. S. 217.Google Scholar
  7. 1).
    Vgl.A. Krogh, The Anatomy and Physiology of Capillaries. 1922. S. 214.Google Scholar
  8. 2).
    v. Graefes Arch. f. Ophth.112, 252.Google Scholar
  9. 1).
    v. Graefes Arch. f. Ophth.111, 167; desgl. Klin. Monatsbl. f. Augenheilk.69, 773.Google Scholar
  10. 2).
    Ich möchte bei dieser GelegenheitO. Weiss gegenüber, der die in den genannten Versuchen auftretende Gefäßverfärbung auf „molekulare Kräfte“, d. h. also aufDiffusion undOsmose, beziehen will, ausdrücklich betonen, daß die von mir verwandte Tuschelösung, d. i. schwarze Pelikan-Perltusche (Günther-Wagner), zu gleichen Teilen mit destilliertem Wasser verdünnt,nicht diffusibel und dem Blute gegenüber leichthyper tonisch ist, so daß sie, in die Vorderkammer gebracht, nicht vom Blute angesaugt werden kann, sondernim Gegenteil das Blut leicht ansaugt, wie man in Osmometerversuchen mit Kaninchenblutserum (das man in Kollodiumsäcke bringt und auf Körpertemperatur hält) leicht féststellen kann. Benutzt man zum Einlaufversuch eine vollständigblutisotonische Tuschelösung, die man sich am besten so herstellt, daß man die zu gleichen Teilen mit Aqua dest. verdünnte Pelikan-Perltusche in einen Kollodiumsack bringt und 24 Stunden im Brutofen bei 37° C gegenüberKaninchenblutserum dialysieren läßt, so erfolgt unter sonst gleichen Versuchsbedingungen der Übertritt der schwarzen Farbstofflösung in die episcleralen Venen nochmerklich leichter, was man an dem etwasrascheren Eintritt und dergrößeren Intensität der bei physiologischem Augendruck auftretenden Gefäßverfärbung erkennt. (Vgl.O. Weiss undLullies in Pflügers Arch. f. d. ges. Physiologie199, 462 und 471.)Google Scholar
  11. 1).
    So berichtetA. Krogh (loc. cit. S. 220), daß in seinem Institut durchCarrier undRehberg (1922) mit einerabsolut zuverlässigen Methode der Blutdruck in den Capillaren der Hand, wenn dieselbe sich etwa in Augenhöhe, 20 cm über dem Schlüsselbein befand, bei verschiedenen Personen mit 4,5–7,5 cm H2O (d. h.3,5 bis 5,5 mm Hg) gemessen wurde. Weitere Angaben über die Höhe des Venendruckes (und Capillardruckes) findet man beiTigerstedt: „Die Strömung des Blutes in den Capillaren und Venen.“ Ergebn. d. Physiol. von Ascher und Spiro18, 16. 1920; vgl. fernerTigerstedt, Die Physiologie des Kreislaufes. 2. Aufl. Bd. III, S. 281–286. 1922.Google Scholar
  12. 1).
    v. Graefes Arch. f. Ophth.104, 392; desgl.107, 180.Google Scholar
  13. 2).
    loc. cit. S. 250.Google Scholar
  14. 1).
    v. Graefes Arch. f. Ophth.112, 252.Google Scholar
  15. 1).
    Vgl.O. Weiss, Pflügers Arch. f. d. ges. Physiol.199, 470.O. Weiss erhielt bekanntlich (Zeitschr. f. Augenheilk.43, 141) für den Blutdruck in den Vortexvenen des Kaninchens Druckwerte von 33–63 mm Hg. und hält diese Werte fürphysiologische. Vgl. hierzu die vorstehende Arbeit vonHiroishi S. 212 dies. Bd.Google Scholar
  16. 1).
    Landerer, Die Gewebsspannung in ihrem Einfluß auf die örtliche Blut- und Lymphbewegung. Leipzig 1884.Google Scholar
  17. 1).
    Die von mir früher schon wiederholt betonte Tatsache derphysikalischen Permeabilität der lebenden Gefäßwände (vgl. v. Graefes Arch. f. Ophth.95, 66;104, 162, 284 und 357; desgl.111, 167) wurde außer vonHöber in der eingangs zitierten Arbeit (S. 222, Anmerkung 4) kürzlich vonA. Krogh auf Grund seiner umfassenden Forschungen über dieAnatomie und Physiologie der Capillaren besonders hervorgehoben. So betonte z. B.A. Krogh in seinem mehrfach zitierten Werke (S. 204), daß er beim Überblicken aller ihm bekannt gewordenen Tatsachen erklären müsse, daß kein zuverlässiger Beweis dafür existiere, daß die Capillarendothelien irgendwelche Fähigkeiten besäßen, die Diffusion von Krystalloiden durch die Gefäßwandung zu begünstigen oder zu behindern. Weiter führte er aus (S. 203), daß das Ergebnis aller dieser Versuche in der Erkenntnis bestehe, daß alle krystalloiden Substanzenfrei durch das Capillarendothelnach beiden Richtungen passieren könnten, und daß die normale Capillarwand daher als eine inaktive Membran zu betrachten sei (S. 194) und in physiologischem Zustand gerade wie eine Osmometermembran aus Collodium für Krystalloide permeabel, für Bluteiweißkörper dagegen im allgemeinen impermeabel sei (S. 206, 208, 209 und 230). Ich verweise ferner auf die wichtigen Untersuchungen vonSchulemann (Biochem. Zeitschr.80. 1917), die ich schon früher erwähnte (v. Graefes Arch. f. Ophth.104, 377), sowie auf die kürzlich (1921) erschienene Arbeit vonClark (Journ. of pharm. and exp. therap.16, 415).Google Scholar

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© Verlag von Julius Springer 1924

Authors and Affiliations

  • Erich Seidel
    • 1
  1. 1.Aus der Universitäts-Augenklinik zu HeidelbergGermany

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