Advertisement

Albrecht von Graefes Archiv für Ophthalmologie

, Volume 140, Issue 1, pp 86–115 | Cite as

Untersuchungen über die Näherungsrollung und die Hebungs-Senkungsrollung der Augen

  • Rudolf Carow
Article

Zusammenfassung

Mit dem vonHarms angegebenen Cyclophorometer wurde an 107 Personen eine Messung der Näherungs- und der Hebungs-Senkungsrollung durchgeführt.

DieNäherungsrollung besteht durchweg in einer Disklinationsbewegung beider Augen, welche die meist schon in Primärstellung bestehende Disklination der Längsmittelschnitte noch verstärkt.

Hebung der Blickebene ist beim Fernsehen nur in geringem Maße, beim Nahesehen dagegen verstärkt mit einer Auswärtsrollung der Augäpfel verbunden, und zwar nimmt diese um so stärker zu, je näher der Blickpunkt liegt.Senkung der Blickebene hat eine Abnahme der Auswärtsrollung zur Folge.

DasListingsche Gesetz wird durch diese Rollungen offenbar, besonders beim Nahesehen, in gewisser Hinsicht ungültig. Auf jeden Fall sind die Näherungs- und die Hebungs-Senkungsrollung nicht zweckmäßig. Ihre Entstehung ist wahrscheinlich auf individuell verschiedene anatomische und innervatorische Besonderheiten zurückzuführen. Es handelt sich also genau genommen nicht um „Extrarollungen“, sondern wahrscheinlich um Heterophorien im weitesten Sinne des Wortes.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Aubert beiLandolt v. Graefe-Saemisch' Handbuch der gesamten Augenheilkunde, Bd. 2 (2), S. 632–670. 1876.Google Scholar
  2. Bielschowsky, A.: Handbuch der normalen und pathologischen Physiologie, Bd. 12 (2), S. 1095–1112.Google Scholar
  3. Dobrowolsky Zit. beiTschermak: Erg. Physiol.4, 517–564 (1905).Google Scholar
  4. Donders, F. C. Arch. f. (Anat. u.) Physiol.13, 373–421 (1876).Google Scholar
  5. Graefes Arch.14, H. 1, 154–175 (1870).Google Scholar
  6. Fischer, M. H. Graefes Arch.108, 251–284 (1922).Google Scholar
  7. Harms, H. Graefes Arch.133, H. 2, 231–253 (1935).Google Scholar
  8. Ber. 51. Zus.kunft dtsch. ophthalm. Ges.1986, 427, 439.Google Scholar
  9. Helmholtz Handbuch der physiologischen Optik, Bd. 3, S. 34–129. 1910.Hering: Die Lehre vom binokularen Sehen. 1868.Google Scholar
  10. BeiHermann Handbuch der Physiologie, Bd. 3 (1), S. 469–512. 1879.Google Scholar
  11. Kugel Graefes Arch.16, H. 1, 311–321 (1870).Google Scholar
  12. Opfer, P. H.: Diss. Untersuchungen über die Raddrehung der Augen, 1933.Google Scholar
  13. Schubert mitA. Tschermak Pflügers Arch.205, 637, spez. 657 (1927).Google Scholar
  14. Stevens Arch. Augenheilk.18, 445–458 (1888).Google Scholar
  15. Tschermak-Seysenegg, A.: Handbuch der normalen und pathologischen Physiologie, Bd.12 (2), S. 1001–1094, bes. 1050–1053.Google Scholar
  16. Methodik des optischen Raumsinnes und der Augenbewegungen. Handbuch der biologischen Arbeitsmethoden, Abt. V, S. 1427–1782, spez. 1708 bis 1711. 1937.Google Scholar
  17. Zoth, O. Nagels Handbuch der Physiologie, Bd. 3, S. 283–335 (1905).Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1939

Authors and Affiliations

  • Rudolf Carow
    • 1
  1. 1.Aus der Universitätsaugenklinik Berlin, ZiegelstraßeGermany

Personalised recommendations