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Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 151, Issue 1, pp 258–260 | Cite as

Zur Frage des Vorkommens und der Häufigkeit der Aortitis syphilitica

  • C. Bruhns
Dritte und Vierte Sitzung. Dienstag, den 15. September, 9 Uhr Vormittags und 3 Uhr Nachmittags
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei klinischer und röntgenologischer Reihenuntersuchung von 196 Syphilitikern, deren Infektion 4–40 Jahre (bei den meisten 8 bis 30 Jahre) zurücklag, und die zum größten Teil keine oder nicht nennenswerte Herzbeschwerden zeigten, konnte in 23–28% sichere Aortenerkrankung, in fast 40% sichere + wahrscheinliche + verdächtige Aortenveränderung festgestellt werden. Neben den Fällen der sicher diagnostizierten Aortitis muß aber angenommen werden, daß bei einer Anzahl der zur Zeit gesund Befundenen die Aortitis in späterer Zeit nach der Infektion noch auftreten kann.

     
  2. 2.

    Bei möglichst regelmäßiger periodischer Untersuchung der früher mit Lues Infizierten, auch ohne daß besondere Symptome vorhanden sind, wird man in einer Anzahl von Fällen, nicht in allen, dieFrüh-diagnose der Aortitis stellen können. Dies gelingt oft schon durch die klinische Untersuchung, manchmal aber erst durch die Röntgendurchleuchtung, deren Heranziehung in jedem Fall wünschenswert ist.

     
  3. 3.

    Die beste Prophylaxe der Aortitis liegt sicherlich in der energischen Frühbehandlung nach der Infektion. Aber auch bei schon bestehender Aortitis scheint besonders im Beginn der Erkrankung durch spezifische energische Behandlung ein Aufhalten des Prozesses möglich.

     

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Literatur

  1. 1).
    Die Arbeit ist erschienen in der Med. Klinik 1926, Nr. 8.Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1926

Authors and Affiliations

  • C. Bruhns
    • 1
  1. 1.Charlottenburg

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