Advertisement

Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 154, Issue 3, pp 611–620 | Cite as

Zur Frage der Jadassohnschen Anetodermia erythematosa (Atrophia cutis maculosa idiopathica) mit besonderer Berücksichtigung ihrer Histologie

  • Eugenie Benjamowitsch
  • L. N. Maschkilleisson
Article
  • 14 Downloads

Zusammenfassung

  1. 1.

    Die idiopathische Fleckatrophie der Haut oder die Jadassohnsche Anetodermia erythematosa kann sowohl klinisch, als histologisch mit minimalen Entzündungserscheinungen beginnen.

     
  2. 2.

    Die Anschauung, daß bei der Anetodermie die Hauptveränderungen im elastischen Gewebe vor sich gehen, während das kollagene Gewebe fast unberührt bleibt, ist nicht immer richtig. In manchen Fällen stehen die Veränderungen des kollagenen Gewebes denen der Elastica nicht nach.

     
  3. 3.

    Beide Prozesse, die Veränderung des Elastins und die Degeneration des Kollagens, gehen unabhängig von einander vor sich und nur im Endstadium der Erkrankung durchtränkt sich das narbenartige Bindegewebe, welches an Stelle des degenerativ basophilen Kollagens getreten ist, mit dem veränderten, zersetzten Elastin (Kollastin).

     
  4. 4.

    Die außerordentlich eigenartige Degeneration des kollagenen Gewebes, welche wir in unserem Falle beobachten konnten, ist durch das Vorhandensein von basophilen nicht homogenen, sondern aus einzelnen gut unterscheidbaren Fragmenten bestehenden Feldern charakterisiert, welche keine der für das elastische Gewebe spezifischen Färbungen annehmen (was zum Unterschied gegenüber der vonUnna undKyrle beschriebenen Degeneration des Kollagens von Wichtigkeit ist).

     
  5. 5.

    Unsere Fälle bestätigen die AnsichtOppenheims, daß das Vorhandensein von Fett in den verschiedenen Schichten des Derma im letzten Stadium der Krankheit für die Anetodermie charakteristisch ist, wobei in einem unserer Fälle diese Erscheinung auch schon am frischen Element konstatiert werden konnte.

     

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Jadassohn, Arch. f. Dermatol. u. Syphilis24, 1892.Google Scholar
  2. 2.
    Unna, Monatshefte f. prakt. Dermatol.18 u. 19.Google Scholar
  3. 3.
    Heuss, Ibid. Monatshefte f. prakt. Dermatol.32. 1901.Google Scholar
  4. 4.
    Mestscherski, Zur Lehre von Atrophia cutis idiopathica progressiva und ihrer Beziehung zur Sklerodermie. Diss. 1904.Google Scholar
  5. 5.
    Oppenheim, Arch. f. Dermatol. u. Syphilis81. 1906; Wien. klin. Wochenschr. 1912, 10/12; Arch. f. Dermatol. u. Syphilis138.Google Scholar
  6. 6.
    Finger undOppenheim, Die Hautatrophien 1910.Google Scholar
  7. 7.
    Nanta, Ann. de dermatol. et de syphiligr. 1919.Google Scholar
  8. 8.
    Hudelo undCailliau, Bull. de la soc. franc. de dermatol. et de syph. 7. VII. 1921.Google Scholar
  9. 9.
    Jessner, Arch. f. Dermatol. u. Syphilis134. 1921.Google Scholar
  10. 10.
    Singer, Ibid. Arch. f. Dermatol. u. Syphilis136. 1921.Google Scholar
  11. 11.
    Kyrle, Vorlesungen über Histo-Biolog. der menschlichen Haut Bd. 1, 1925.Google Scholar
  12. 12.
    Gans, Histologie der Hautkrankheiten Bd. 1.Google Scholar
  13. 13.
    Weill, Bull. de la soc. franc. de dermatol. et de syph. 1925, Nr. 3.Google Scholar
  14. 14.
    Ilijna, Wenerologija i dermatologija 1927, Nr. 2 (russisch).Google Scholar

Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1928

Authors and Affiliations

  • Eugenie Benjamowitsch
  • L. N. Maschkilleisson

There are no affiliations available

Personalised recommendations