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Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 147, Issue 2, pp 337–348 | Cite as

Beiträge zur Reinkultur der Spirochaeta pallida

  • O. Grütz
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Unter Verschärfung der Reinheitsbedingungen des Aussaat-materials ist es gelungen, aus excidiertem luetischen Papelgewebe sofort in erster Generation zwei Reinkulturen der Spir. pallida zu gewinnen.

     
  2. 2.

    Die Kulturen sind makroskopisch auf halbstarrem Menschen-serum nicht sichtbar, Wachstum ist nur mikroskopisch feststellbar.

     
  3. 3.

    Die Weiterimpfung gelang nur auf halbstarrem Serum (anaerob) durch 4 bzw. 5 Generationen; auf flüssigen Nährböden verschiedenster Art war nennenswertes Wachstum nicht zu erzielen.

     
  4. 4.

    Beobachtungen an diesen Reinkulturen ergaben eigenartige Bewegungsarten der Pallida im festen Medium.

     
  5. 5.

    In mikroskopischen Serienschnitten durch Kulturen in toto wurde ein merkwürdiger Verteilungsmodus der Spirochäten im Nährsubstrat festgestellt, der an die Verteilungsart der Spirochäten im Paralytikergehirn erinnert, insofern, als die Spirochäten teils diffus, teils in bienenschwarmähnlichen Vermehrungszentren gelagert sind.

     
  6. 6.

    Auf Grund der Kulturbeobachtungen wird die Möglichkeit von zwei verschiedenen Formenkreisen der Spir. pall. erwogen, eines vegetativen, in dem die Spirochäten lediglich durch Querteilung in die Länge wachsender Spirochäten sich vermehren, und eines fruktifizierenden Formenkreises, bei dem aus “Knospen” neue Spirochäten hervorgehen.

     

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Copyright information

© Verlag von Julius Springer 1924

Authors and Affiliations

  • O. Grütz
    • 1
  1. 1.Dermatologischen Universitätsklinik in KielKielDeutschland

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