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Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 113, Issue 1, pp 11–38 | Cite as

Beiträge zur Kenntnis des Eczema marginatum

  • Arthur Alexander
Article

Zusammenfassung

  1. 1.

    Es gibt außer der von Hebra beschriebenen typischen Erkrankungsform (Lokalisation ad Inguines, von da aus Ausbreitung per continuitatem über große Teile des Körpers) noch andere abgeschwächte Formen des Eczema marginatum, die weniger chronisch verlaufen, nicht so sehr zu kontinuierlicher Ausbreitung tendieren, der Therapie ziemlich leicht zugänglich sind und nicht rezidivieren.

     
  2. 2.

    Das E. m. tritt im allgemeinen an den bekannten typischen Stellen (Inguines, Achselhöhlen, Regio submammaris) auf. Es sind das vielfach dieselben Regionen, an denen auch das intertriginöse Ekzem sich mit Vorliebe lokalisiert und so vielleicht den Parasiten den Boden zur Ansiedlung vorbereitet. Es gibt jedoch auch Fälle, wo diese typische Lokalisation gänzlich fehlt und die Effloreszenzen an beliebigen Stellen des Körpers verstreut sitzen. Anzunehmen ist, daß in solchen Fällen irgend eine die Oberhaut treffende chemische oder traumatische Noxe dem Erreger das Terrain zur Ansiedlung geebnet hat.

     
  3. 3.

    Den von Sabouraud beim E. m. als Erreger angesprochenen, Epidermophyton inguinale genannten Pilz konnten wir bei 10 Fällen 8mal kulturell nachweisen. Davon waren 5 typische Fälle mit der von Hebra beschriebenen Lokalisation, 3 atypische, bei der die Einzelherde regellos über den Körper verstreut waren. Wir glauben daher ebenfalls das Epidermophyton inguinale als Erreger des E. m. anerkennen zu sollen.

     
  4. 4.

    Das Fehlen der von Sabouraud als “vrilles” bezeichneten Gebilde ist nicht, wie dieser Autor annimmt, für die Kultur des Epidermophyton inguinale charakteristisch, wir konnten vielmehr solche Spiralen in 2 Fällen mit Sicherheit nachweisen.

     

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  9. 1).
    Sämtliche Pilzkulturen, deren in der vorliegenden Arbeit Erwähnung getan wird, sind ausschließlich auf den von Sabouraud angegebenen Nährböden angelegt. Es ist das 1. der Maltose-Agar (Agar-Agar 18·0, Peptone granulée de Chassaing 10·0, Maltose brut de Chanut 40·0, Aq. dest. ad 1000·0) und 2. der Pepton-Agar (Agar-Agar 18·0, Peptone granulée de Chassaing 10·0, Aq. dest. ad 1000·0). Der erstere, von dem Autor Milieu d'épreuve genannt, dient ganz allgemein zur Anlage und Weiterzüchtung der Kulturen sämtlicher Hautpilze, der zweite “Milieu de conservation” ist nur für bestimmte Zwecke angegeben: Er ist als zuckerfreies, nur N-haltiges Nährsubstrat geeignet, den Pleomorphismus der Kulturen, das sog. Flaumig- oder Duvetenswerden zu verhindern. Diese Degenerationserscheinung tritt gerade beim E. ing. besonders häufig und relativ früh ein.Google Scholar
  10. 1).
    l. c. Sämtliche Pilzkulturen, deren in der vorliegenden Arbeit Erwähnung getan wird, sind ausschließlich auf den von Sabouraud angegebenen Nährböden angelegt. Es ist das 1. der Maltose-Agar (Agar-Agar 18·0, Peptone granulée de Chassaing 10·0, Maltose brut de Chanut 40·0, Aq. dest. ad 1000·0) und 2. der Pepton-Agar (Agar-Agar 18·0, Peptone granulée de Chassaing 10·0, Aq. dest. ad 1000·0). Der erstere, von dem Autor Milieu d'épreuve genannt, dient ganz allgemein zur Anlage und Weiterzüchtung der Kulturen sämtlicher Hautpilze, der zweite “Milieu de conservation” ist nur für bestimmte Zwecke angegeben: Er ist als zuckerfreies, nur N-haltiges Nährsubstrat geeignet, den Pleomorphismus der Kulturen, das sog. Flaumig- oder Duvetenswerden zu verhindern. Diese Degenerationserscheinung tritt gerade beim E. ing. besonders häufig und relativ früh ein.Google Scholar
  11. 2).
    l. c. Sämtliche Pilzkulturen, deren in der vorliegenden Arbeit Erwähnung getan wird, sind ausschließlich auf den von Sabouraud angegebenen Nährböden angelegt. Es ist das 1. der Maltose-Agar (Agar-Agar 18·0, Peptone granulée de Chassaing 10·0, Maltose brut de Chanut 40·0, Aq. dest. ad 1000·0) und 2. der Pepton-Agar (Agar-Agar 18·0, Peptone granulée de Chassaing 10·0, Aq. dest. ad 1000·0). Der erstere, von dem Autor Milieu d'épreuve genannt, dient ganz allgemein zur Anlage und Weiterzüchtung der Kulturen sämtlicher Hautpilze, der zweite “Milieu de conservation” ist nur für bestimmte Zwecke angegeben: Er ist als zuckerfreies, nur N-haltiges Nährsubstrat geeignet, den Pleomorphismus der Kulturen, das sog. Flaumig- oder Duvetenswerden zu verhindern. Diese Degenerationserscheinung tritt gerade beim E. ing. besonders häufig und relativ früh ein.Google Scholar
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    l. c. Archiv f. Derm. Bd. XXXI. 1895.Google Scholar
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    l. c. Zit. nach Sabouraud l. c. “Les teignes”. Paris 1910. Archiv of Derm. 1878. p. 425.Google Scholar
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    l. c. Zit. nach Sabouraud l. c. “Les teignes”. Paris 1910. Archiv of Derm. 1878. p. 425.Google Scholar
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Copyright information

© Wilhelm Braumüller 1912

Authors and Affiliations

  • Arthur Alexander
    • 1
  1. 1.dermatol. Abteilung des städtischen Krankenhauses CharlottenburgCharlottenburgDeutschland

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