Ueber Kosotoxin, einen wirksamen Bestandtheil der Flores Koso

  • Martin Handmann
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Zusammenfassung der Ergebnisse

Ein kurzer Ueberblick über die durch vorliegende Untersuchungen gewonnenen Resultate ergiebt für die pharmakologischen Wirkungen des Kosotoxins folgende Hauptpunkte:

Am meisten tritt hervor die periphere Muskelwirkung. Dieselbe setzt sich zusammen aus einer Lähmung der motorischen Nervenendigungen im Muskel und aus einer directen Schädigung der Muskelfibrille selbst. Bei Säugethieren wird diese Lähmung durch Ausserkrafttreten der Respirationsmuskeln zur Todesursache.

Bei der Einwirkung aufs Herz handelt es sich im Wesentlichen zweifellos ebenfalls um Störungen, die als Muskelwirkung aufzufassen sind.

Die sensiblen Bahnen und Reflexcentra lässt das Kosotoxin unbeeinflusst.

Eine centrale Wirkung kommt im Allgemeinen wenig zur Geltung, kann aber mit ziemlicher Bestimmtheit vermuthet werden
  1. 1.

    aus den respiratorischen Störungen beim Frosch und Säugethier,

     
  2. 2.

    aus den bei intravanöser Injection am Kaninchen regelmässig beobachteten Krampfanfällen.

     

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Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1895

Authors and Affiliations

  • Martin Handmann
    • 1
  1. 1.pharmakologischen Institut der Universität LeipzigLeipzigDeutschland

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