Versuche über die Wirkung von Morphin und Atropin auf die Athmung

  • E. Vollmer
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Literatur

  1. 1).
    C. Binz, Ueber den arteriellen Druck bei Morphiumvergiftung. Deutsche med. Wochenschr. 1879. S. 615 und 1880. S. 149.Google Scholar
  2. 2).
    G. Sticker, Ueber symptomatischen Antagonismus zwischen Morphium und Atropin. Centralbl. f. klin. Med. 1892. S. 232.Google Scholar
  3. 3).
    Archiv f. exp. Path. u. Pharm. 1877. Bd. VIII. S. 31.Google Scholar
  4. 4).
    H. Heubach, Berl. klin. Wochenschr. 1878. Nr. 52. — C. Binz, Deutsche med. Wochenschr. 1887. Nr. 2. — Archiv f. klin. Med. Leipzig 1887. Bd. XLI. S. 174. — An diesen 3 Orten auch die genaue Aufführung der gegnerischen Veröffentlichungen.Google Scholar
  5. 1).
    F. Beilstein, Organische Chemie. 1890. B. III. S. 480 u. 486.Google Scholar
  6. 2).
    Unter Anderen H. Gellhorn, Deutsche med. Wochenschr. 1891. S. 932.Google Scholar
  7. 1).
    Deutsche med. Wochenschr. 1887. S. 22, Anmerkung. — Vgl. v. Bezold, Untersuchungen. Leipzig 1867. Bd. II. S. 62.Google Scholar
  8. 1).
    Was die erwähnte allgemeine Erregung des morphinisirten Thieres durch das Atropin angeht, so verdanke ich dem Herrn Dr. Haumann, Arzt in Poppelsdorf, folgendes zufällige Experiment, das ich in seinen Worten wiedergebe: „Mein 6 Jahre alter und über 3 Kilo schwerer Hund musste getödtet werden. Ich liess ihm 1 g salzsaures Morphin in etwas Wasser in den Magen schütten. Da bald nach dem Eingeben ein grosser Theil wieder ausgebrochen wurde, so liess ich ihm noch 10 Spritzen einer 1 proc. Morphinlösung subcutan beibringen. Von der ersten grossen Gabe muss doch eine ziemliche Menge in dem Thiere geblieben sein, denn das sonst nicht gerade gutmüthige Thier liess sich die Einspritzung von fremder Hand ohne jegliche Reaction gefallen. Im Verlauf von einigen Stunden war das Thier so gelähmt, dass ich für die Nacht sein Ende erwartete. Am folgenden Tage fand ich es jedoch noch lebend, aber in einem vollständig gelähmten Zustande. Die Hinterbeine waren ganz unbrauchbar, der Kopf wurde leicht gehoben, um mich anzuschauen, auf Anrufen und Streicheln erfolgte weder Bellen noch Wedeln. Das elende Aussehen des mir lieb gewesenen Thieres erregte mein Mitleid, und ich dachte nun, es am Leben zu erhalten. Mich erinnernd an das im Colleg Demonstrirte, griff ich zu einer vorräthigen Atropinlösung (0,7 Atropin. sulf. zu 10,0 Aqua) und injicirte davon eine Pravaz'sche Spritze voll. Wenige Minuten nachher wedelte das Thier leicht mit dem Schwanze, hob den Kopf und versuchte zu bellen. 10 Minuten später machte ich ihm eine zweite Einspritzung, also zusammen 2mal 0,07 Atropin. Beim Einstechen schrie das Thier laut auf, bald sprang es unbeholfen an mir empor und lief lebhaft, wenn auch etwas schwerfällig, umher. Vorgehaltene Milch wurde gierig getrunken. Binnen einigen Stunden trat völliges Normalbefinden ein. Die ganze Beobachtung ergab mir mit Sicherheit die Machtwirkung des Atropins in diesem Falle gegenüber der durch das Morphin bewirkten centralen Lähmung. Das Thier wurde später durch Cyankalium rasch getödtet.”Google Scholar
  9. 1).
    A. v. Bezold, a. a. O. Untersuchungen. Leipzig 1867. Bd. II. S. 60–64.Google Scholar
  10. 1).
    Centralbl. f. klin. Med. 1892. S. 52.Google Scholar
  11. 2).
    Ebenda. Centralbl. f. klin. Med. 1892. S. 147.Google Scholar
  12. 3).
    Deutsche med Wochenschr. 1887. S. 21.Google Scholar
  13. 1).
    Die Angabe von Orlowski S. 19, letzte Zeile unten: „Darauf injicirte Binz mehrmals den Thieren intravenös 0,01–0,02 Atropinum sulfuricum pro dosi” ist also in der von mir unterstrichenen einen Hauptsache thatsächlich unrichtig.Google Scholar
  14. 2).
    Mir speciell zeigten dies Versuche, die ich im Sommer 1891 im Bonner pharmakologischen Institute über die Wirkung des Brillenschlangengiftes anstellte. Während bei Kaninchen von etwa 1600 g 0,4 ccm einer 1 proc. Giftlösung, subcutan beigebracht, den Tod in 45 Minuten, und zwar durch allmähliche Lähmung der Nervencentren in typischer Weise auslösten, starben Kaninchen, denen ich dieselbe Gabe in die Jugularvene spritzte, in 1–2 Minuten.Google Scholar
  15. 3).
    Ich bitte die Besitzer der Orlowski'schen Dissertation dringend, sich den Versuch VIII auf S. 42 ansehen zu wollen: Nach der regelrechten Anfangssenkung durch das Atropin unaufhaltsame Steigerung bis zuletzt. Die ersten 10 Gaben betragen nur je 0,01. Auch der Versuch V auf S. 39 ist fast ganz in meinem Sinne verlaufen. Orlowski sagt von diesen beiden Versuchen: „Wegen ihres abweichenden Verhaltens möchte ich die Versuche Nr. V und VIII ganz ausgeschlossen wissen.” In meiner Reihe von 11 Versuchen am Hunde ist kein einziger in der Hauptsache abweichend von den anderen verlaufen und braucht keiner ausgeschlossen zu werden.Google Scholar
  16. 1).
    Vgl. Unverricht, Centralbl. f. klin. Med. 1891. S. 851.Google Scholar
  17. 2).
    Im Text steht Morphin für die eine Hälfte dieser Gabe, was selbstverständlich ein für das Ganze gleichgültiger Schreib-ober Druckfehler ist, wie aus dem Zusammenhange schon sich leicht ergiebt.Google Scholar
  18. 1).
    Die längste Zeit der Atropindarreichung bei ihm war 5 Stunden, die kürzeste 1 St. 25 Min.; die anderen Versuche haben 2 St., 2 St. 10 Min., 2 St. 15 Min., 2 St. 20 Min., der Rest einmal 3 St. 15 Min. und dreimal 4 St. und darüber. Ein Einfluss der Verschiedenheit der Zeitdauer ist nicht vorhanden und kann es bei den colossalen Gaben auch nicht wohl sein. Man vgl. die folgende Anmerkung.Google Scholar
  19. 2).
    Folgende beliebig und wörtlich herausgegriffene Auszüge zur Erläuterung aus den 10 Protokollen Orlowski's: 1. „Reflexerregbarkeit colossal gesteigert; 2. Zuckungen häufig und über den ganzen Körper verbreitet; 3. 6 epileptiforme Anfälle innerhalb 52 Minuten, einer während der Messung von circa 1/2 Minute; 4. sehr heftige, nur durch kurze Pausen von einander getrennte, allgemeine Krämpfe. — Ein circa 3/4 Minute dauernder, epileptiformer Anfall.— Unmittelbar danach wird die Messung ausgeführt; 5. ein epileptiformer Anfall von 45 Secunden Dauer während der Messung; 6. die Zuckungen häufiger und intensiver. Es beginnen heftige, allgemeine Krämpfe; 7. sehr heftige allgemeine Krämpfe. — Ein epileptiformer Anfall von 1/2 Minute Dauer. —Während der Messung ein zweiter; 8. andauernde Krämpfe der unteren Extremitäten. — Heftige, allgemeine Krämpfe; 9. fortwährende Extremitätenzuckungen. — Heftige Extremitätenzuckungen; 10. krampfhafter Anfall der respiratorischen Muskeln (einem rudimentären, epileptiformen Anfall gleichend). — Krampfhafte Zuckungen der respiratorischen Muskeln. — Dasselbe. — Zuckungen am ganzen Körper und an den Extremitäten, welche auch während der Messung an Intensität nicht abnehmen. — Andauernde, allgemeine Krämpfe, auch während der Messung. — Fortwährende, allgemeine Krämpfe. — Ein epileptiformer Anfall von circa 1/2 Minute Dauer.”Google Scholar

Copyright information

© Verlag von F. C. W. Vogel 1892

Authors and Affiliations

  • E. Vollmer
    • 1
  1. 1.pharmakologischen Institut zu BonnBonnDeutschland

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