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Archiv für Dermatologie und Syphilis

, Volume 98, Issue 2–3, pp 215–230 | Cite as

Histologische Untersuchungen mit einigen von Golodetz und Unna angegebenen Methoden

  • Moriz Biach
Original-Abhandlungen
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Zusammenfassung

Kurz zusammengefaßt ergeben meine Untersuchungen folgendes:

Das normale Eisencyanbild und Manganbild der Haut stimmt nach meinen Beobachtungen mit den von Golodetz und Unna gefundenen im wesentlichen insofern überein, als auch ich ohne Ausnahme eine viel hellere Färbung der basalen Hornschicht an der Handfläche und Fußsohle beim Eisencyanbild und eine relativ dunkle Färbung dieser Schicht beim Manganbild feststellen konnte. Dieser Befund ist als der typische anzusehen, von dem kleine Abweichungen in dem Sinne vorkommen, als manchmal auch in der mittleren Hornschicht beim Eisencyanbild eine helle Färbung an einzelnen Stellen prävaliert.

Bei der „Inversion„ des Eisencyanbildes gelangte ich zu etwas anderen Resultaten wie Golodetz und Unna, insoferne als ich eine vollständige Umkehrung des Bildes nur ausnahmsweise beobachten konnte.

Die hyperkeratotische Hornschicht zeigte in den von mir untersuchten Objekten ein Verhalten, welches dem der basalen Hornschicht der normalen Haut entspricht.

Das melanotische Pigment erscheint im Eisencyanbild blauschwarz, das Hämosiderin färbt sich nicht. Im Manganbild und bei Behandlung der Schnitte mit Millons Reagens bleiben melanotisches Pigment sowohl wie Hämosiderin unverändert.

Auch an entfetteten Schnitten erscheinen beim Manganbild in manchen Fällen im sezernierenden Abschnitt der Knäueldrüsen relativ dunkelbraun gefärbte Körnchen, welche nach Größe, Form und Anordnung mit den bekannten säurefesten übereinstimmen und wahrscheinlich mit diesen identisch sind. Beim Eisencyanbild und mit Millons Reagens sind diese Körnchen nicht nachweisbar.

Wie der ausführlich geschilderte Befund an einem Blutgefäß im Gebiete einer eitrigen Entzündung lehrt, sind die Methoden unter Umständen geeignet, die Aufmerksamkeit auf Befunde zu lenken, die bei der Anwendung der üblichen Färbemethoden wenig oder gar nicht auffallen.

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Literatur

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Copyright information

© Wilhelm Braumüller 1909

Authors and Affiliations

  • Moriz Biach
    • 1
  1. 1.Privatlaboratorium des Herrn Dr. Joh. Fick in WienWienÖsterreich

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