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Über das „inverse“ Lérische Zeichen oder das extensorische Vorderarmphänomen

Schlußfolgerungen

  1. 1.

    Das extensorische Vorderarmphänomen oder das „inverse“ Léri-Zeichen findet man bei erwachsenen Gesunden — je nach Technik und Übung — in 42—94% der Fälle.

  2. 2.

    Bei Pyramidenbahnläsionen kommt es etwa in 70% der Fälle zur Aufhebung oder Abschwächung des extensorischen Vorderarmphanomens. Besonders demonstrative Bilder sieht man bei asymmetrischen Läsionen. Das vollständige Fehlen des Extensionsphänomens bildet manchmal das einzige Zeichen für die Initialbeteiligung der Pyramidenbahn für die oberen Extremitäten. Segmentär-radikuläre Erkrankungen können bei entsprechenden Lokalisationen ebenfalls das Erlöschen dieses Reflexes bewirken.

  3. 3.

    Bei Stirnhirn- und Kleinhirnaffektionen (Beteiligung der frontoponto-cerebellaren Balm) erfährt das extensorische Vorderarmphanomen eine krasse Verstärkung (bis zum Grade der positiven Stützreaktion), indem es sich homolateral und kontralateral äußert.

  4. 4.

    In einer Reihe von Fällen (Polyneuritiden mit heftigen Sehmerzen, Tabes dorsalis, aktive Muskelspannungen seitens der Kranken) hat man mit der Möglichkeit einer vorgetäuschten Verstärkung des Extensionsphänomens, d. h. mit einem Pseudoextensionsphänomen zu rechnen.

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Markow, D.A. Über das „inverse“ Lérische Zeichen oder das extensorische Vorderarmphänomen. Archiv f. Psychiatrie 97, 1–5 (1932). https://doi.org/10.1007/BF01815531

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