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Geologische Rundschau

, Volume 41, Issue 1, pp 268–276 | Cite as

Zur Auswertung der Kreuzschichtung in Fluviatilen Sedimenten

  • Karl Picard
Exogenes

Zusammenfassung

Für die Auswertung der Kreuzschichtung in fluviatilen Sedimenten eignen sich Fallwinkel und Fallrichtung der Kreuzschichtungsfläche.
  1. 1.

    Bei Übersichtskartierungen und unterschiedlichen Aufschlußverhältnissen unterscheidet man beim Zusammenstellen der Fallrichtungen zweckmäßig zwischen Fließ-, Fluß- und Sedimentationsrichtung. Hierbei können die Richtungen oft um nicht geringe Winkelbeträge voneinander abweichen. Ein Beispiel gibt dies wieder. Außerdem zeigt es, daß neben der Sedimentationsrichtung auch Rückschlüsse auf andere geologische Fragen — hier speziell: Hinweise auf schwache spätere tektonische Bewegungen — gezogen werden können.

     
  2. 2.

    Bei Versuchen werden im allgemeinen Fallwinkel mit steigender Geschwindigkeit des fließenden Wassers größer. Große Fallwinkel treten jedoch ausnahmsweise auch bei geringer Geschwindigkeit auf. Bei großen Fallwinkeln eignet sich zum Erkennen der Geschwindigkeit der Krümmungsradius am unteren Ende der Kreuzschichtungsfläche. Im fossilen Sediment sind diese Beziehungen nur anwendbar, wenn der nach oben konvexe Teil der ursprünglich S-förmigen Kreuzschichtungsfläche wenigstens noch teilweise erhalten geblieben ist. Relative Fließgeschwindigkeiten in fluvioglazialen Sanden werden aus der Aufstellung der Schüttungsrosen und der Korngrößenzusammensetzung entwickelt.

     
  3. 3.

    Das Erscheinungsbild der Kreuzschichtung ist als Unterscheidungsmerkmal für bestimmte Sedimentationsverhältnisse nicht verwendbar.

     

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Einige Schriften mit ausführlichen Literaturangaben

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Copyright information

© Ferdinand Enke Verlag Stuttgart 1953

Authors and Affiliations

  • Karl Picard
    • 1
  1. 1.Kiel

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