Polarisationsmikroskopischer Nachweis der Früchte von Conium maculatum L. in Anispulver und anderen Mischungen

  • A. Th. Czaja
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Zussamenfassung

Bei der Nachuntersuchung der Früchte vonConium maculatum, besonders als Verunreinigung von Anispulver, wird die vonGassner angegebene „doppelte Querzellenschicht” (Endokarp und die angrezende Mesokarpschicht) polarisationsmikroskopisch charakterisiert.

Außerdem wird gezeigt, daß das Exokarp aus Schleimzellen mit stark verdickter, tangential geschichteter Außenwand bestecht. Die Schleimzellwand wird stark gefärbt durch Chlorzinkjod, Methylenblau und Rutheniumrot Über den fünf Kielen sind die Schleimzellen langgestreckt und parallel gerichtet, zwischen diesen von Spaltöffnungen unterbrochen und unregelmäßig angeordnte, vereinzelt oder in Gruppen sind hier die Exokarpzellen isodiametrisch. Die vershleimte Außenwand der Exokarpzellen ist stark doppelbrechend. Zwischen gekreuzten Polarisatoren zeigen die gestreckten Epidermiszellen in Aufsicht parallele Lagerung der Schleimmicelle; diese leuchten in den Diagonallagen hell auf und löschen in den Orthogonallagen völlig aus. Die isodiametrischen Schleimzellen zeigen aber tangentiale Orientierung der Micelle und damit negative Polarisationskreuze. Auf den Epidermiszellen befinden sich vereinzelt oder in Gruppen kurze Kegelzellen, welche in Aufsicht stark doppelbrechend sind und ebenfalls negative Polarisationskreuze zeigen. Durch diese doppelbrechenden Schleim- und Kegelzellen ist das Pulver der Coniumfrüchte mikroskopisch zwischen gekreuzten Polarisatoren eindeutig, leicht und sicher erkennbar.

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© Springer-Verlag 1960

Authors and Affiliations

  • A. Th. Czaja
    • 1
  1. 1.Mitteilung aus dem Botanischen Institut der Techn. Hochschule AachenGermany

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