Klinische Wochenschrift

, Volume 12, Issue 23, pp 905–907 | Cite as

Der Wert der Takata-Ara-Reaktion und der Koagulationsbandbestimmung bei Leberkrankheiten

  • Erling Skouge
Originalien

Zusammenfassung

An318 Fällen eines beliebigen internistischen Krankenhausmaterials wurde die TAR. ausgeführt. Sie war in allen Fällen von Lebercirrhose — im ganzen 40 — positiv. (Mit Ausnahme von 2 näher beschriebenen Fällen Ausflockung in mindestens 3 Gläsern.) Die Diagnose konnte in 27 Fällen autoptisch erhärtet werden.

6 Fälle von schwerer akuter Hepatitis zeigten im akuten Stadium eine stark positive Reaktion; einige Wochen später während der Genesung wurde sie negativ.

Ein durchgängiger Parallelismus zwischen dem Ausfall der TAR. und dem Grade der Globulinvermehrung im Blut konnte nicht gefunden werden. Bei der Lebercirrhose ging zwar eine positive TAR. immer mit einer sehr erheblichen Globulinvermehrung einher, jedoch fiel die TAR. bei einer großen Reihe von Krankheiten negativ aus, die, ohne cirrhotische Veränderungen der Leber aufzuweisen, eine ebenso beträchtliche Globulinvermehrung im Blut boten, wie wir sie bei der Lebercirrhose zu sehen gewohnt waren.

Bei allen Fällen mit akuten Leberleiden war das Koagulationsband (KB.) von normaler Breite oder auch öfter verkürzt, bei allen Fällen mit chronischen Leberleiden, in hervorragendem Maße bei Lebercirrhose, verbreitert.

Aus den gesamten Untersuchungen geht unseres Erachtens zwangsläufig hervor,daβ eine positive TAR. im Blut der Ausdruck einer erheblichen Leberinsuffizienz ist, mag sie nun durch akute oder chronische diffuse Parenchymveränderungen hervorgerufen sein.Wird die Insuffizienz beseitigt, wird auch die TAR. wieder negativ. Eine dauernd positive Reaktion spricht für irreparable Parenchymschädigungen cirrhotischer Natur.

Für den Chirurgen ist das Verhalten der TAR. von Bedeutung, da sie neue Gesichtspunkte in der Indikation zum Eingriff liefert.

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Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1933

Authors and Affiliations

  • Erling Skouge
    • 1
  1. 1.Medizinischen Abteilung VII des Städtischen Krankenhauses „Ullevaal” zu OsloNorwegen

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