Der Druck in den Venen des Scleralrandes

  • Hans Lullies
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Zusammenfassung

Die vonWeiss aufgeworfene Frage, ob man aus den in den Wirbelvenen des Kaninchenauges durch manometrische Messung erhaltenen Druckwerten sichere Schlüsse auf den Druck imSchlemmschen Kanal dieses Tieres ziehen kann, ist zu verneinen; denn es bestehen keine direkten Verbindungen dieser beiden Gefäßgebiete.

Es besteht jedoch die Möglichkeit, amHundeauge in Gefäßen, die mit den dem menschlichenSchlemmschen Kanal entsprechenden Venen ausgiebig kommunizieren, manometrisch den Druck zu bestimmen. Die Messungen ergaben, daß der hydrostatische Druck imSchlemmschen Kanal desHundeauges für gewöhnlichhöher ist als der gleichzeitige intraokulare Druck. Einer Verallgemeinerung dieses Ergebnisses steht nichts im Wege, wie die vergleichend-anatomische Betrachtung der fraglichen Verhältnisse innerhalb der Wirbeltierreihe zeigt.

Demgegenüber können die von anderer Seite für den Druck in den betreffenden Venen durch Injektion gefärbter Flüssigkeiten in die vordere Augenkammer indirekt erschlossenen Werte über diehydrostatischen Druckverhältnisse nichts aussagen, da je nach der Versuchsanordnungmolekulare Kräfte sich mehr oder weniger einmischen müssen und die Resultate beeinflussen.

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© Verlag von Julius Springer 1923

Authors and Affiliations

  • Hans Lullies
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institute zu Königsberg i. Pr.Deutschland

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