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Klinische Wochenschrift

, Volume 16, Issue 11, pp 390–392 | Cite as

Beitrag zum Mechanismus der Säurebasenregulation im Harn bei Gestörter Nierenfunktion

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Zusammenfassung

  1. 1.

    Während bei intakter Mere und gemischter Kost die Ausscheidung nichtflüchtiger Säuren im Urin sich vorwiegend durch Bindung an Basen der Nahrung und an Ammoniak vollzieht, wird bei übermäßiger Säure und verminderter Eiweißzufuhr vor allem das Natrium der Körperflüssigkeiten zur Säureneutralisation herangezogen.

     
  2. 2.

    Bei gestörter Nierenfunktion dagegen ist infolge des Unvermögens der Niere zu NH3-Bildung die Kuppelung der Säuren an Natrium fast die einzige Möglichkeit ihrer Absättigung. Es ist dementsprechend bei anhydropischen Nierenerkrankungen, außerhalb des zum NaCl gehörigen Na, ein erheblicher Natriumüberschuß im Urin nachweisbar.

     
  3. 3.

    Bei hydropischen Nierenleiden wird Natrium retiniert. Die Natriumretention und die Albuminurie könnte als Maßnahme zur Neutralisation nicht ausgeschiedener Säuren gedeutet werden.

     
  4. 4.

    Neben Nierenerkrankungen, die mit positiver bzw. negativer Na-Bilanz einhergehen, existieren solche, die positive Na-Werte bieten, obwohl Ödeme vorhanden sind. Dies schließt aber nicht aus, daß an Na gebundene Säuren retiniert worden sind.

     
  5. 5.

    Nephropathien, deren Acidosen ausgeglichen sind, weisen die gleichen Beziehungen auf wie Gesunde.

     
  6. 6.

    Den beschriebenen Verhältnissen im Urin entsprechen die gleichen Vorgänge im Blut, wie sie vonBlum undvanCaulaert nachgewiesen wurden.

     

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Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1937

Authors and Affiliations

  • Dienst
    • 1
  1. 1.Medizinischen Universitätsklinik LindenburgKöln

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