Klinische Wochenschrift

, Volume 15, Issue 50, pp 1832–1835 | Cite as

Der Mechanismus der Wirkung von Gonadotropen Substanzen auf das Ovar der Infantilen Ratte

  • Walter Hohlweg
Originalien

Zusammenfassung

  1. 1.

    Bei Versuchen an infantilen Rattenweibchen zeigte sich, daß das Alter des Ovars in gewissen Grenzen keine Rolle bezüglich der Ansprechbarkeit auf gonadotropes Hormon spielt. 23 Tage alte Ovarien reagieren auf die Behandlung mit der gleichen Hormonmenge im 40 Tage alten Rattenorganismus mit Corpus luteum-Bildung, während im 23 Tage alten keine Corpora lutea entstehen.

     
  2. 2.

    Da es möglich ist, bei infantilen Rattenweibchen einer bestimmten Altersstufe Corpus luteum-Bildung schon durch Injektion mit Follikelhormon hervorzurufen, so ist anzunehmen, daß das sekundär nach Injektion von follikulotropem Hormon vom infantilen Ovar gebildete Follikelhormon die Hypophyse zur Sekretion von luteogenem Hormon anregt, welches dann seinerseits die Luteinisierung der Ovarien herbeiführt. Die Bildung von luteogenem Hormon scheint erst in einem höheren Alter möglich zu sein, so daß gonadotropes Hormon, welches arm an luteogenem Hormon ist, bei Tieren unter einem gewissen Alter keine Bildung von Corpora lutea hervorruft.

     
  3. 3.

    Es werden die bis jetzt erkennbaren Zusammenhänge zwischen der weiblichen Keimdrüse, dem Hypophysenvorderlappen und dem Sexualzentrum besprochen.

     

Herrn Professor Dr. W.Schoeller danke ich für seine Anregungen und für sein Interesse an diesen Untersuchungen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Saunders u.Cole, Proc. Soc. exper. Biol. a. Med.33, 504 (1936).Google Scholar
  2. 2.
    P. E. Smith, Amer. J. med. Assoc.104, 553 (1935).Google Scholar
  3. 3.
    Aschheim, Die Schwangerschaftsdiagnose aus dem Harn. Berlin 1933.Google Scholar
  4. 4.
    H. L. Fevold u.F. L. Hisaw, Amer. J. Physiol.97, 291 (1931);104, 710 (1933);109, 655 (1934).Google Scholar
  5. 5.
    W.Hohlweg, Klin. Wschr.1934, 92.Google Scholar
  6. 6.
    G. F. Marrian u.A. S. Parkes, Amer. J. Physiol.69, 372 (1930).Google Scholar
  7. 7.
    Magath u.Rosenfeld, Klin.Wschr.1933, 1288.Google Scholar
  8. 8.
    W.Hohlweg u. K.Junkmann, Klin. Wschr.1932, 321.Google Scholar
  9. 9.
    Thales Martins, Glandulas sexuaes e hypophyse anterior. Bibliotheca medica Brasileira Serie III, Bd. 2 (1936).Google Scholar
  10. 10.
    L. Desclin u.C. Gregoire, C. r. Soc. Biol. Paris121, 1366 (1936).Google Scholar
  11. 11.
    W.Hohlweg u. M.Dohrn, Klin. Wschr.1932, 233.Google Scholar
  12. 12.
    F.Siegert, Klin. Wschr.1933, 145.Google Scholar
  13. 13.
    C.Clauberg, Dtsch. med. Wschr.1935, 1189.Google Scholar
  14. 14.
    C.Kaufmann, Klin. Wschr.1936, 881.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1936

Authors and Affiliations

  • Walter Hohlweg
    • 1
  1. 1.Hauptlaboratorium der Schering-Kahlbaum A. G. BerlinDeutchland

Personalised recommendations