Über die Impedanz und Kapazität des quergestreiften Muskels in Längs- und Querrichtung

  • Ennio Sapegno
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Es wird eine Meßmethode der Impedanz (und der Kapazität) der Gewebe bei variablen Frequenzen von den niedrigen musikalischen Werten, bis zu 15000000 Perioden-Sekunden beschrieben. Diese Methode wird für die Messung der Impedanz des quergestreiften Muskelgewebes in 2 rechtwinkligen Richtungen angewandt.

     
  2. 2.

    Die Impedanz dieses Gewebes ist in der Querrichtung für niedrige Frequenzen bedeutend höher als diejenige in Längsrichtung, während für sehr hohe Frequenzen die beiden Werte übereinstimmen. In beiden Fällen folgt die Impedanz, wenn auch mit verschiedenen Parametern, dem Gesetz, das dem vonPhilippson vorgeschlagenen Schema eines Leitersystems entspricht.

     
  3. 3.

    Der elektrolytische Widerstand ist demzufolge in beiden Richtungen gleich, dagegen ist der Widerstand des zu den Kapazitäten parallel geschalteten Kurzschlusses in der Querrichtung doppelt so groß, als in Längsrichtung, und zwar infolge des Unterschiedes, den in den beiden Richtungen die die longitudinalen Bildungen des Muskels (Membranen oder Kapazitäten) einschließenden Flüssigkeiten betreffs ihres Querschnittes aufweisen.

     
  4. 4.

    Die in Querrichtung gemessenen Kapazitäten sind kleiner als die in Längsrichtung gemessenen, und das Verhältnis zwischen den beiden Werten bewegt sich in engen Grenzen um den Wert zwei. Es ergibt sich daraus ein größerer Unterschied in der Permeabilität den 2 Ionen von entgegengesetztem Vorzeichen gegenüber für die transversalen Membranen im Vergleich zu den longitudinalen, womit sich die Spannungsdifferenz zwischen der longitudinalen Oberfläche und dem Ende der Muskelfasern erklärt; und zwar der Lehre gemäß, daß die eigentlichen Ruheströme einem preexistierenden Potentialunterschied zuzuschreiben sind mit positivem Zellinnern gegenüber der äußeren Oberfläche.

     
  5. 5.

    Die Kapazität sowohl in Längs- als auch in Querrichtung, ändert sich in Funktion der Frequenz nach einer hyperbolischen Kurve.

     

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© Verlag von Julius Springer 1930

Authors and Affiliations

  • Ennio Sapegno
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der K. Universität TurinItalien

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