Über die elektrischen Begleiterscheinungen an der Riechsphäre bei der Geruchsempfindung

  • Bun-ichi Hasama
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Zusammenfassung

  1. 1.

    Auch bei Reizruhe sind beim Kaninchen an allen Teilen der Großhirnoberfläche stets schwache Potentialschwankungen zu beobachten (auch an der Rinden- und Markschicht auf der Schnittfläche des Großhirns).

     
  2. 2.

    Wenn ein Riechreiz einsetzt, so tritt an einem bestimmten Teil des basalen sowie des medialen Rindenfeldes des Großhirns eine Stromschwankung (Anfangswirkung) ein, welche auch bei Andauer des Reizes abklingt. Nach Aufhören des Reizes wiederholt sich die Potentialschwankung (Nachwirkung). Auf der Schnittfläche erweist sich die Potentialschwankung an der Rindenschicht weit stärker als an der Markschicht.

     
  3. 3.

    Die verschiedenen Stromableitungsstellen der Riechsphäre scheinen für das Aktionsstrombild keine Spezifizität zu besitzen: sie geben alle prinzipiell dasselbe Bild. Vom medialsten Teil des Lobus hippocampi sind die stärksten Aktionsströme ableitbar.

     
  4. 4.

    In den Grenzen der bisherigen Beobachtungen an drei Riechstoffen waren keine spezifischen Unterschiede der Elektrogramme zu konstatieren. In Abhängigkeit von der Intensität des Geruchsreizes ergab sich ein nahezu logarithmischer Verlauf des elektrischen Effekts.

     
  5. 5.

    Subcutane Injektion von Strychnin steigert den Effekt und wirkt der Ermüdung entgegen; Bepinselumg der Nasenschleimhaut mit Cocainlösung setzt die Wirkung herab.

     

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© Verlag von Julius Springer 1934

Authors and Affiliations

  • Bun-ichi Hasama
    • 1
  1. 1.Pharmakologischen Institut der Medizinischen Fakultät zu NagasakiJapan

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