Klinische Wochenschrift

, Volume 17, Issue 52–53, pp 1843–1847 | Cite as

Zur Therapie der Einheimischen Sprue

  • H. W. Hotz
Originalien

Zusammenfassung

Die einheimische Sprue ist selbst in schweren Fällen bei richtiger Therapie ein prognostisch nicht ungünstiges Leiden. Wenn auch nur selten eine völlige Heilung, so kann doch in den meisten Fällen Beschwerdefreiheit und Arbeitsfähigkeit erzielt werden. Da das Leiden häufig zu Rezidiven neigt, sind die Kranken in ärztlicher Kontrolle zu behalten.

Von 22 klinisch beobachteten und behandelten Fällen wurden 4 geheilt, 13 weitgehend gebessert, arbeitsfähig, 5 sind an Komplikationen gestorben.

Eine erfolgreiche Spruebehandlung, die von Seiten des Patienten und des Arztes viel Geduld erfordert, läßt sich nur im Krankenhaus durchführen. Sie besteht im wesentlichen in einer kombinierten Diät-Leberextrakttherapie. Die dargereichte Kost soll fett- und kohlehydratarm, eiweiß-, gemüse- und obstreich sein. Der Leberextrakt muß in großen Dosen über längere Zeit parenteral verabreicht und mit Eintritt der Remission der Anämie mit peroraler und evtl. auch intravenöser Eisenmedikation kombiniert werden.

Von der durchVerzár angeregten Behandlung der Sprue mit Nebennierenrindenpräparaten und Hefe wurden in eigenen Beobachtungen bisher keine Erfolge gesehen, die an diejenigen auch nur annähernd heranreichen, die wir mit der oben angegebenen Spruetherapie erzielen konnten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. W. H.Barker and C. P.Rhoads, Amer. J. med. Sci.194 (1937).Google Scholar
  2. Castle, Rhoads, Lawson andPayne, Arch. int. Med.56, 627 (1935).Google Scholar
  3. M. Froehner, Fortschr. Röntgenstr.57, 575 (1938).Google Scholar
  4. K. Hansen, Dtsch. med. Wschr.1937 I, 849Google Scholar
  5. - Verh. dtsch. Ges. inn. Med.1938, 398.Google Scholar
  6. K. Hansen u.H. v. Staa, Die einheimische Sprue. Leipzig: Georg Thieme 1936.Google Scholar
  7. H. W. Hotz u.K. Rohr, Erg. inn. Med.54, 174 (1938).Google Scholar
  8. L. Laszt u.F. Verzár, Pflügers Arch.237, 483 (1936).Google Scholar
  9. H. Rietschel, Schweiz. med. Wschr.1937 II, 983Google Scholar
  10. —, Dtsch. med. Wschr.1938 I, 73Google Scholar
  11. - Verh. dtsch. Ges. inn. Med.1938.Google Scholar
  12. H. Stalder, Schweiz. med. Wschr.1937 II, 1091.Google Scholar
  13. F. Verzár, Schweiz. med. Wschr.1937 II, 823.Google Scholar
  14. F. Verzár u.Laszt, Pflügers Arch.237, 476 (1936).Google Scholar
  15. F. Widenbauer, Münch. med. Wschr.1935 II, 1071.Google Scholar

Copyright information

© Julius Springer und J. F. Bergmann 1938

Authors and Affiliations

  • H. W. Hotz
    • 1
  1. 1.Medizinischen Universitäts-Klinik ZürichDeutchland

Personalised recommendations