Treppe und Vaguswirkung

  • Bruno Kisch
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Zusammenfassung

Unter Treppe ist die Erscheinung zu verstehen, daß bis zu einem gewissen Ausmaß das Vorhandensein von Stoffwechselprodukten eines tätigen Organes in ihm eine Voraussetzung seiner optimalen Funktion unter gleichbleibenden sonstigen Bedingungen ist.

Beim Herzen gibt es demnach eine Treppe der Kontraktionsstärke, eine Treppe der Erregungsleitung und eine Treppe der Reizbildung. Es wird neu eine Treppe der Systolendauer beschrieben.

Durch ihre den Stoffwechsel beeinflussende Wirkung haben Vagus und Accelerans einen Einfluß auf das Phänomen der Treppe des Herzens, indem sie einerseits die Menge der zu Kontraktionsbeginn vorhandenen Metabolite andererseits die sich bei der Kontraktion unmittelbar abspielenden chemischen Prozesse beeinflussen.

Es wird eine Methode angegeben, um die gleichzeitige Wirkung von Vagus- und Acceleransreizung am Herzen zu demonstrieren.

Unter den Treppenbegriff in stoffwechselchemischem Sinne fällt auch die superponierte Extrasystole.

Grundsätzlich muß diese Überlegung und der Begriff der Treppe auch für andere Organe und Organfunktionen anwendbar sein.

Die Wirkung abnormer Zusammensetzung der Nährsalzlösung auf Reizbildung, Erregungsleitung, Kontraktilität und Reizbarkeit eines Froschherzens kann durch Reizung der extrakardialen Herznerven typisch beeinflußt werden.

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© Verlag von Julius Springer 1935

Authors and Affiliations

  • Bruno Kisch
    • 1
  1. 1.Chemischen Abteilung des Physiologischen Institutes der Universität KölnDeutschland

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