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Humoral übertragene Vaguswirkungen im ganzen Tier

  • E. von Saalfeld
Article

Zusammenfassung

Im ganzen Tier (Hund) läßt sich in Gegenwart von Physostigmin im Blut mit faradischer Reizung des Vagus zu verschiedenen Organen zeigen, daß humoral auf dem Blutwege eine acetylcholinartige Substanz zu anderen Organen gelangt. Die verschiedenen, im folgenden angeführten Effekte sind alle durch Atropinisierung aufzuheben. Um von den Abdominalorganen bei Vagusreizung eine Wirkung zu erzielen, bedarf es einer direkten Verbindung der Pfortader mit der Vena cava inf. um die acetylcholinabfangende Fähigkeit der Leber zu umgehen.
  1. 1.

    Reizung der kardialen Vagusfasern führt zu einer vermehrten Speichelsekretion, aus der Submaxillaris und zu einer Kontraktion der Bronchialmuskulatur.

     
  2. 2.

    Nach alleiniger Reizung der zur Lunge verlaufenden Vagusfasern ist ebenfalls eine Zunahme der Speichelsekretion feststellbar. Eine Beeinflussung der Herzfrequenz und des arteriellen Blutdruckes ist nicht mit Sicherheit nachzuweisen.

     
  3. 3.

    Nach faradischer Reizung beider peripherer Vagusstümpfe unterhalb der Lungen läßt sich ein Absinken des arteriellen Blutdruckes feststellen, es tritt Zunahme der Speichelsekretion aus der Submaxillaris ein und die Bronchialmuskulatur kontrahiert sich. Nicht mit Sicherheit läßt sich eine Verlangsamung der Herzfrequenz nachweisen.

     

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© Verlag von Julius Springer 1935

Authors and Affiliations

  • E. von Saalfeld
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität CairoÄgypten

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