Über die Struktur des Fibringerüsts bei der Gerinnung

  • U. Ebbecke
  • F. Knüchel
Article

Zusammenfassung

In Parallele zu der makroskopischen Beobachtung der Plasmagerinnung und der photometrischen Untersuchung des Trübungs- und Gerinnungsverlaufs beschreibt die vorliegende Arbeit die ultramikroskopischen Bilder des Fibringerüsts am Rinderplasma unter dem Einfluß verschiedener gerinnungshemmender Agenzien (Ca-Gehalt, Thrombingehalt, Vetren, Hirudin, Heparin, Verdünnungsgrade), setzt die Fibrinbildungsgeschwindigkeit (Polymerisations-Krystallisationsgeschwindigkeit) in Zusammenhang mit der Zahl, Größe und Dicke der aus den Keimen ausgewachsenen Fäden und leitet aus der verschiedenen Dichte des Filzwerks die verschiedene Festigkeit des Koagulums und die Übergänge von Sollösung und Gellösung zum Gel mit und ohne Thixotropie ab. Gut ausgebildeten Krystallformen (Sternen), die auch ohne Mitwirkung von Thrombocyten im verzögert gerinnenden Plasma zustande kommen, stehen körnige Niederschlagsbildungen bei stärkster Gerinnungsverzögerung gegenüber, die mit ähnlichen Fibrinformen bei Wirbellosen (Stübel und bei der Fibrinolyse (Mangold undKitamura) in Zusammenhang gebracht werden. Die Befunde werden unter dem Gesichtspunkt der Polymerisation-Krystallisation betrachtet.

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© Verlag von Julius Springer 1940

Authors and Affiliations

  • U. Ebbecke
    • 1
  • F. Knüchel
    • 1
  1. 1.Physiologischen Institut der Universität BonnDeutschland

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